App fordert viele Berechtigungen

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Nicht nur ein höchst erfolgreiches, sondern auch noch vorwitziges Völkchen, diese Pokémon: Shiggy, Pikachu und ihre Kollegen verlangen über die App „Pokémon Go“ vollen Zugriff auf die Google-Daten des Nutzers.

„Pokémon Go“ ist bislang nur in wenigen Ländern nutzbar, dennoch grassiert bereits rund um den Globus das Monsterjagd-Fieber: Analysten zufolge hat die Erfolgs-App bisher rund eine Million Dollar pro Tag erwirtschaftet - ab dem Zeitpunkt der weltweiten Veröffentlichung wären sogar eine Milliarde Dollar pro Jahr möglich.

Die Aktie von Nintendo legt deshalb gerade einen unerwarteten Höhenflug hin - unerwartet deshalb, weil die App gar nicht von Nintendo selbst stammt: Entwickler ist das auf „Augmented Reality“-Anwendungen spezialisierte „Ingress“-Studio Niantic - als Betreiber und Hersteller fungiert die Pokémon Company. Die wiederum wurde als Joint Venture von Nintendo, Game Freak und Creature gegründet: Der „Mario“-Publisher hält also nur etwa ein Drittel an dem Unternehmen und den knuffigen Monstern. Trotzdem haben die Papiere des Konzerns durch die „Pokémon“-Erfolgsmeldungen über 60 Prozent oder elf Milliarden Dollar an Wert zugelegt. Zumal die App den Beweis liefert: Die mit Nintendo verknüpften Spiele-Marken funktionieren auch dann, wenn sie nicht auf einer Konsole des Herstellers laufen. Weniger erbaulich: Auf iOS-Systemen betätigen sich Pikachu & Friends derzeit als gierige Datenstaubsauger. „Pokémon Go“ will in der jetzigen Version vollen Zugriff auf das Google-Konto des Nutzers - darunter zum Beispiel alle Mails, Fotos sowie Google-Drive-Dokumente. Auch der Browser- und Maps-Verlauf wird durchleuchtet. Laut Hersteller handelt es sich dabei allerdings nur um ein Versehen - an einer Lösung wird gearbeitet.

tsch

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