Datenschützer kündigen Prüfung der Datenweitergabe an

Whatsapp-Pläne bekommen heftigem Gegenwind

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Whatsapp stößt mit seinen Plänen auf Widerstand, während alternative Messenger wie Threema profitieren.

Wenige Tage nach der Ankündigung von Whatsapp, Telefonnummern und bestimmte Nutzungsdaten an Facebook weiterzugeben, kündigt sich Widerstand gegen die Pläne an.

So erklärte das unabhängige Beratungsgremium der EU-Kommission in Datenschutzfragen, die Änderungen an den Datenschutzrichtlinien seien „mit höchster Aufmerksamkeit“ verfolgt worden. Auf dem Spiel stehe demnach die „individuelle Kontrolle personenbezogener Daten“. Auch der Hamburger Datenschutzbeauftrage Johannes Caspar wies auf die unzureichende Rechtsgrundlage hin und teilte mit, bei der Übermittlung der Daten ohne Einwilligung sei „eine aufsichtsbehördliche Prüfung geboten“. 

In den USA reichten die beiden Bürgerrechtsorganisationen eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde FTC ein, da sie eine Nutzertäuschung vermuten. Nach der Übernahme des Kurznachrichtendienstes durch Facebook hieß es noch, es würden keine Daten weitergegeben. Unterdessen verzeichneten alternative Messenger wie der Dienst „Threema“ hohe Nutzerzuwächse. Die Downloadzahlen seien am vergangenen Wochenende um 220 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen mit.

tsch

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