Wer Online-Auktionen manipuliert, muss mit Schadenersatz rechnen

BGH weist eBay-Betrüger in die Schranken

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Die Urteile des BGH dürften viele ehrliche Ebay-Nutzer freuen (Ebay-Niederlassung in Berlin).

Der Bundesgerichtshof (BGH) stärkte in zwei wegweisenden Urteilen ehrlichen Teilnehmern an Online-Auktionen den Rücken.

So entschieden die Richter, dass sogenannte „Abbruchjäger“ gegen geltendes Recht verstoßen. Sie beteiligten sich ohne Interesse an der Ware mit dem alleinigen Ziel an Auktionen, die Verkäufer im Falle eines Rückzugs auf Schadensersatz zu verklagen. Diese Kläger missbrauchten damit die Vorschrift, dass Auktionen nur in Ausnahmefällen abgebrochen werden dürfen. Im konkreten Fall ging es um ein Motorrad, bei dem ein Kläger den Verkäufer ein halbes Jahr nach Abbruch der Auktion auf 5.000 Euro Schadensersatz verklagt hatte. Der BGH bestätigte ein früheres Urteil des Landgerichts Görlitz, wonach der Verkäufer den Schadensersatz nicht leisten muss. Im zweiten Fall erklärten die Richter eigene Gebote des Verkäufers durch Zweitkonten für unzulässig und hoben damit eine Entscheidung einer Vorinstanz auf. Der Verkäufer muss einem Bieter nun 16.500 Euro Schadensersatz für einen VW Golf leisten, weil er diesen nicht mehr liefern kann. Nach einem Gebot von 1,50 Euro waren nur noch Gebote des Zweitkontos eingegangen.

tsch

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