Aus und vorbei: Disney verlässt das Videospielgeschäft und stellt "Infinity" ein

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Trotz zahlreicher Erfolgsmeldungen hat sich die "Infinity"-Reihe für Disney Interactive als Flop erwiesen: Nach einem massiven Verlustgeschäft stellt der Hersteller die Serie ein - außerdem zieht man sich angeblich komplett aus dem Spielegeschäft zurück.

Mit "Disney Infinity" hatte das Micky-Maus-Imperium neben den "Skylanders" von Activision das zweite heiße Eisen im Feuer, bei dem Videospiel und Action-Figuren in einer gemeinsamen Erfahrung einträchtig vereint waren.

Doch jetzt hat der Hersteller überraschend den Stecker gezogen: In einem offenen Brief an Community und Medien gibt "Infinity"-Erfinder John Blackburn die Einstellung der Marke bekannt. Die bereits angekündigten und sich in Produktion befindlichen Figuren zum neuen "Alice"-Kinoabenteuer sowie das Playset zum kommenden Pixar-Film "Finding Dory" würden noch wie geplant veröffentlicht - doch danach wäre endgültig Schluss. Für die Entscheidung verantwortlich sind vermutlich die im gesamten "Toys to Life"-Bereich stagnierenden Verkaufszahlen: Auch Activisions "Skylanders" und Nintendos amiibo-Figuren blieben 2015 weit hinter den Erwartungen zurück.

Wallstreet-Journal-Autor Ben Fritz berichtet außerdem, dass sich Disney nach einem Verlust von 147 Millionen Dollar in seiner Interactive-Division vollständig aus dem Games-Geschäft zurückzieht: Laut Fritz wolle man auch künftig mit Lizenznehmern wie Activision oder Electronic Arts zusammenarbeiten, um die Produktion von Disney-Games anzustoßen. Doch der Konzern selbst möchte nicht mehr als Spiele-Entwickler oder -Hersteller aktiv werden.

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