Viel Lärm um Pixel:

Sony und Microsoft über 4K-Tauglichkeit neuer Konsolen

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Dicker Brocken, aber für natives 4K-Rendering bei allen Spielen noch immer nicht dick genug: Sonys PlayStation 4 Pro.

Wenn es um Verkaufsargumente für die im November kommende PlayStation 4 Pro geht, beruft sich Sony vor allem auf das Argument „4K“.

Doch die Leistungsdaten der Hardware legen nahe, dass eine native 4K-Auflösung nur für die wenigsten Spiele möglich sein wird - wahrscheinlicher ist es, dass ein Gros der Titel in Full HD oder 2K berechnet und anschließend über eine eigene Render-Pipeline hochskaliert wird. Jetzt hat PlayStation-Chef Andrew House diese Annahme bestätigt - unter Berufung auf jene Titel, für die man spezielle Pro-Updates und -Features angekündigt hat. 

Trotzdem verteidigt er in einem Interview mit Digitalspy.com seine Kommunikation des Konzepts. Die wäre, so House, vielfach missverstanden und falsch interpretiert worden: Laut ihm gäbe es für die neue und leistungsfähigere PlayStation vor allem zwei Zielgruppen: Grafik-Enthusiasten und all jene Spieler, die schon im Besitz eines 4K-Fernsehers sind. Die Idee für die PS4 Pro hingegen wäre vor allem aus dem Wunsch vieler Hersteller und Studios nach mehr Hardware-Performance im Konsolenlager entstanden. Viele hätten den übermäßig langen Lebenszyklus der Generation PS3/Xbox 360 kritisch betrachtet und sich deshalb eine Lösung gewünscht, die der raschen Überalterung der Hardware rechtzeitig entgegenwirkt. 

Außerdem hätte man die Smartphone- und Tablet-Industrie genau beobachtet und entsprechende Schlüsse gezogen: Warum Konsolen nur alle sechs oder sieben Jahre erneuern, wenn viele Smartphone-Besitzer jedes Jahr in ein Gerät investieren, das oft nur geringfügige Verbesserungen mitbringt? Microsoft bewirbt seine für Ende 2017 angekündigte „Xbox Scorpio“ ebenfalls eifrig mit dem 4K-Schlagwort. Doch auch hier wurde die Angabe über „natives 4K-Rendering“ inzwischen relativiert: So räumt Shannon Loftis, Geschäftsführer der Microsoft Studios, gegenüber USA Today ein, dass man native 4K-Auflösung nur für solche Titel garantieren könne, die aus den eigenen Studios kommen. Wie Microsoft diese Pläne umsetzen will, ist bis dato unbekannt: Immerhin muss die Hardware erschwinglich bleiben.

tsch

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