Verfassungsschutz: Russland kauft sich Hacker ein

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Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, spricht während der Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit. Foto: Ralf Hirschberger

Potsdam (dpa) - Für Cyberangriffe und Agitation in Deutschland kaufen sich Russlands Nachrichtendienste nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes Hacker und Stimmungsmacher von außen ein.

"Wir sehen Einflussnahme-Operationen in Deutschland und in anderen europäischen Ländern", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, bei der Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit. Dies spiele sich in der realen Welt ebenso ab wie im Netz, etwa durch empörte Blog-Einträge sogenannter Trolle.

"Wir gehen davon aus, dass das nicht Mitarbeiter von russischen Diensten sind", sagte Maaßen, "sondern sich Privatpersonen mutmaßlich gegen Entlohnung zur Verfügung stellen". Dabei gehe es darum, bestimmte Botschaften auf Deutsch oder in anderen Sprachen zu posten.

Die Kritik im Sinne Russlands an der deutschen Politik oder Vorgängen in Deutschland solle dabei so geäußert werden, dass der Anschein erweckt werde, das seien Postings von Deutschen oder in Deutschland lebende Menschen. Ziel sei es offensichtlich, Deutschland zu destabilisieren und die Regierung in Schwierigkeiten zu bringen.

"Wir haben den Eindruck, dass nicht nur die Nachrichtendienste selbst Operationen durchführen, sondern dass dies in Teilen outgesourct wird, nicht nur in Russland", schilderte Maaßen. Hackergruppen würden sich für Nachrichtendienste verdingen und Operationen durchführen.

Programm Potsdamer Sicherheitskonferenz

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