Mitarbeiter-Rabatt auf Unternehmens-Aktien

Ubisoft trifft Vorkehrungen gegen feindliche Übernahme

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Erst kürzlich hat der französische Medien-Riese Vivendi Ubisofts Partner-Firma Gameloft übernommen: Der bekannte Mobile-Hersteller wurde bisher von Michel Guillemot geleitet - dem Bruder von Ubisoft-Chef Yves Guillemot.

Letzterer wappnet den Publisher gerade gegen eine ähnliche Übernahme durch Vivendi: Das auf Investments spezialisierte Unternehmen hat erst kürzlich seine Ubisoft-Aktienanteile auf 20,1 Prozent aufgestockt - ab 30 Prozent würde Vivendi ein Posten im Aufsichtsrat des Spieleherstellers zustehen. Darum hat Firmengründer Guillemot entsprechende Vorkehrungen getroffen: Ab sofort können Ubisoft-Beschäftigte bis zu 25 Prozent ihres Bruttogehalts in Ubisoft-Aktien anlegen - und zwar mit 15 Prozent Rabatt. Ausnahme: Angestellte von Ubisoft USA dürfen nur 2,5 Prozent ihrer Lohntüte in Unternehmens-Aktien investieren. 

Derart erworbene Anteile können erst nach fünf Jahren wieder veräußert werden. So will der Hersteller die jeweiligen Papiere vor dem Zugriff durch Vivendi sichern. Auch an der Besetzung des Aufsichtsrats wird gedreht: Der wird um zwei weitere, unabhängige Mitglieder auf zehn Köpfe vergrößert - namentlich Frederique Dame (bisher bei „Uber“ tätig) und Florence Naviner (ehemals Wrigley). Durch diese Maßnahme möchte sich Yves Guillemot vermutlich die 50-Prozent-Quote sichern, die nötig ist, um im Aufsichtsrat wichtige Entscheidungen durchzubringen - notfalls auch gegen Vivendi. Eine Übernahme Ubisofts könnte sich negativ auf die gesamte Spielbranche auswirken: Vivendi gilt als träge in Games-Belangen - Ubisoft dagegen zählt zu den wichtigsten Innovationsmotoren der Blockbuster-Industrie.

tsch

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