Französischer Hersteller

Ubisoft kämpft mit viraler Kampagne um Unabhängigkeit

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Marken wie „Assassin's Creed“, „FarCry“ und „Tom Clancy“ (im Bild: „Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands“) haben Ubisoft an die Weltspitze der großen Spiele-Anbieter katapultiert. Jetzt stemmt sich das Unternehmen gegen eine feindliche Übernahme.

In knapp zwei Wochen könnte sich das Schicksal des Publishing-Riesen Ubisoft entscheiden: Dann wird über den Verwaltungsrat des Herstellers entschieden - die perfekte Gelegenheit für das Medien-Konglomerat Vivendi, um eine feindliche Übernahme einzuleiten.

Das hält bereits 20 Prozent an dem französischen Games-Unternehmen, das prominente Marken wie „Assassin's Creed“ und „Tom Clancy's The Division“ hervorgebracht hat. Ubisoft befindet sich bis heute unter Führung der Guillemot-Familie, die 15 Prozent der Stimmrechte und neun Prozent des Firmenkapitals innehat. Das auf Mobile-Spiele für Smartphones und Tablets fokussierte Schwesterunternehmen Gameloft wurde bereits vor Monaten von Vivendi übernommen, Firmenchef Michel Guillemot trat daraufhin zurück. Jetzt wirbt sein Bruder und Ubisoft-CEO Yves Guillemot unter dem Motto „We are Ubisoft“ bei Investoren sowie Fans für Unterstützung. Darum informiert der Hersteller auf einer eigens zu diesem Zweck erstellten Website und mit Hilfe eines Videos über Unternehmens-Fakten sowie die Philosophie des Konzerns. Guillemot selber hierzu: „Als ich mich vor 30 Jahren in dieser Branche zu engagieren anfing, ging es mir vor allem um die vielen Talente. Um ihre Kreativität und ihre Sichtweise. Es war schon immer das Bestreben von Ubisoft, diese Sorte Selbstverwirklichung, Risikobereitschaft sowie persönliches Wachstum zu fördern. Darum hat es unsere Unternehmenskultur ermöglicht, unglaubliche Welten zu erschaffen, in denen sich auch die Spieler selber entfalten und gemeinsam Großes vollbringen können.“

tsch

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