Kundenfreundlichkeit bei Naughty Dog

Wie Spieler-Feedback "Uncharted 4" behindertengerecht machte

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Das Feedback eines körperlich beeinträchtigten Gamers sorgte dafür, dass "Uncharted 4" auf vorbildliche Weise behindertengerecht ist.

Dass ihre Wünsche in den Entwicklungsprozess eines Blockbuster-Games fließen, davon träumt wohl jeder Spieler.

Das Feedback von Josh Straub wurde vom Kultstudio Naughty Dog nicht nur ernst genommen, sondern auch umgesetzt. Über das Ergebnis können sich aktuelle alle Spieler der PS4-exklusiven Schnitzeljagd "Uncharted 4: A Thief's End" freuen, die ein körperliches Handicap haben. Einer von ihnen ist Josh Straub selbst. Nachdem er als körperlich eingeschränkter Spieler des Öfteren die Erfahrung machen musste, ein Spiel nicht beenden zu können, gründete er die Webseite D.A.G.E.R. Die Initialen stehen für "Disabled Accessibility for Gaming Entertainment Rating System" - ein System, das Spiele nicht danach beurteilt, für welche Altersstufen sie geeignet sind, sondern wie gut sie für behinderte Gamer zu meistern sind. Ohne falsche Berührungsängste setzte Straub sich mit Naughty Dog in Verbindung. Mit Erfolg: Die Rücksicht der Entwickler auf besondere Spieler führte unter anderem dazu, dass eine erleichterte Zielhilfe aktiviert werden kann. Klassische Button-Mashing-Passagen wie die Schlägereien lassen sich auf Wunsch auch ohne das schnelle Drücken von Knöpfen meistern, indem die Taste einfach gedrückt bleibt. Dass im Mehrspieler-Modus die Teams nicht in Rot und Grün gekleidet sind, sondern in Grün und Blau, ist ebenfalls Josh Straubs Empfehlungen zu verdanken: Spieler mit Rot-Grün-Sehschwäche können die Gegner so leichter von den Kameraden unterscheiden.

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