Sony: Games großer Faktor für Erfolg von virtueller Realität

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Ein Besucher testet auf der Gamescom in Köln mit einer Virtual-Reality-Brille von Sony ein Computerspiel. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa) - Sony will sein neues Headset für die Anzeige virtueller Realität mit einer reichen Auswahl an Spiele-Titeln in den Markt bringen.

"Wir haben viel Feedback von Verbrauchern umgesetzt", sagte Uwe Bassendowski, Deutschland-Chef von Sony Computer Entertainment, am Rande der Spielemesse Gamescom in Köln. Man wisse besser als noch vor einem Jahr, wie etwa das Spiele-Angebot aussehen müsse. Die neue Technologie werde zwar inzwischen auch in ganz anderen Branchen genutzt, doch Spiele seien "substanzieller Bestandteil für den Erfolg", betonte Bassendowski. "Ohne Games würde das nicht gehen."

Auf der Gamescom in Köln gibt es zahlreiche neue Spiele-Entwicklungen zu sehen und neue Titel anzuspielen, doch das große Trendthema bleibt virtuelle Realität. Sony will sein System Playstation VR im Oktober auf den Markt bringen. Man sei von der Nachfrage überrascht worden, sagte Bassendowski. Die Vorbestellungen lägen im fünfstelligen Bereich. "Wer heute vorbestellt, wird zum 16. Oktober keine Playstation VR mehr bekommen." Ein Liefertermin vor Weihnachten sei aber meist noch garantiert. 

Die Games-Branche setzt für die Verbreitung der Technologie stark auf die Lösung von Sony mit einem Preis von rund 400 Euro. Während mobile Geräte wie die Samsungs Galaxy Gear VR bis zu 100 Euro kosten, sind Headsets wie die Oculus Rift oder HTCs Vive mit bis zu 900 Euro im hochpreisigen Segment angesiedelt. Aus Sicht mancher Branchenbeobachter ist das noch eine zu hohe Hürde dafür, dass sich die Technik schnell in einem größeren Markt verbreitet. Sonys ist dagegen in Deutschland bereits in vier Millionen Haushalten mit der Playstation 4 vertreten, die mit dem VR-Headset kompatibel ist.

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