News von der Videospielmesse

Von Scorpio bis Neo: die E3 und die neuen Konsolen

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Sein „Project Scorpio“ hat Microsoft noch nicht gezeigt, aber die „Xbox One S“ war bereits zu sehen. Sie soll bereits im August auf den Markt kommen. Zusätzlich hat der Hersteller eine Produktlinie von personalisierbaren Gamepads vorgestellt - verschiedene Farb-Konfigurationen und Gravuren inklusive.

Vermutlich waren sie die meist erwarteten Enthüllungen der E3-Messe: die neuen Konsolenversionen von Microsoft und Sony - „Scorpio“ und „Neo“.

Einige Tage vor Beginn der Produktshow in Los Angeles bestätigte Sony die Existenz einer überarbeiten PS4 -Version, doch auf der Messe schwieg man sich - wie angekündigt - zu dem Projekt aus. Verständlich: Immerhin will man auch dieses Jahr noch Millionen konventioneller PS4-Modelle verkaufen und darum nicht mehr Aufmerksamkeit als unbedingt nötig auf das neue Projekt lenken.

Konkurrent Microsoft hatte infolge des nur mäßigen Xbox-One-Erfolgs weit weniger Berührungsängste. Darum gab man sich nicht schüchtern und ließ zum Ende der eigenen Pressekonferenz die Katze aus dem Sack. Nachdem man bereits vorher bekanntgegeben hatte, mit dem Modell S eine um 40 Prozent schlankere Variante der Xbox One bereits im August auf den Markt zu bringen: Ja, Microsoft arbeitet tatsächlich an einer stärkeren Xbox-Version namens „Project Scorpio“.

Während die „S“-Klasse nur einen geringfügigen Leistungszuwachs für Bildverbesserungen wie HDR vorzuweisen hat, protzt die neue Generation mit mehr als sechs Teraflops an Grafik-Power und einem Achtkern-Prozessor, die im Zusammenspiel auf dem Niveau moderner Spiele-PCs rangieren und die Berechnung von 4K-Spielegrafiken ermöglichen, ohne dass der Gamer dabei Detaileinbußen in Kauf nehmen müsste. Modell „S“ wiederum wird zwar 4K-Filme abspielen können, aber Spiele allenfalls auf die neue Auflösung hochskalieren können.

Und Sonys „PS4 Neo“? Die soll Gerüchten zufolge nur rund vier Teraflops an Rechenkraft liefern - das wäre mehr als doppelt so viel wie beim bisherigen Modell (1,84 Teraflops), aber noch immer spürbar weniger als bei Microsofts Scorpio. Aktuell wird vermutet, dass hinter der Planung neuer und leistungsstärkerer Konsolenmodelle vor allem der Hardware-Hunger der kommenden VR-Headsets steckt: Sony verknüpft seine PS4 ab Oktober mit „PlayStation VR“, bei Microsoft deutet derzeit alles auf einen Xbox-One-Schulterschluss mit der Cyber-Brille „Oculus Rift“ hin. Ob Sony bei den Leistungsdaten seiner „Neo“ noch nachlegt, um dem Microsoft-System Paroli bieten zu können, bleibt abzuwarten.

tsch

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