Sammel-Leidenschaft unvermindert groß

Pokémon-Jäger behindern Verkehr und Bundeswehr

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Mit solchen „Pokébällen“ fangen „Pokémon“-Jäger die kleinen Hosentaschen-Monster ein - und in manchen Städten treibt das Massen-Phänomen mitunter skurrile Blüten. 

Wer glaubt, der „Pokémon Go“-Hype wäre vorbei, irrt.

Nicht nur, dass Entwickler Niantic jüngst neue Inhalte angekündigt und die verschiedenen Team-Chefs vorgestellt hat. Auch die Sammelleidenschaft der Nutzer ist unvermindert groß: Nach wie vor laufen Horden begeisterter Jäger durch die Innenstädte - Tag und Nacht. Das Amt für Verkehrs-Management in Düsseldorf sah sich deshalb dazu gezwungen, die Girardet-Brücke an der Kö zeitweise für den Autoverkehr zu sperren, weil sie von „Pokémon Go“-Spielern belagert wurde.

Auch künftig soll der Ordnungs- uns Service-Dienst die Lage stündlich überprüfen, um entsprechend reagieren zu können. Außerdem will man auf der Kö-Ostseite Dixi-Klos und Abfallbehälter aufstellen und eine eigene Tramlinie einrichten. Auch andere Städte wie Augsburg oder München reagieren auf die Fluten der Spieler mit Sonderfahrten der lokalen Verkehrsbetriebe. Die Spieler in geordnete Bahnen zu lenken, würde sich auch die Bundeswehr wünschen. Immer wieder dringen „Pokémon Go“-Jäger in Sperr- und Übungsgebiete der Truppe vor. Darum hat das Verteidigungministerium laut „Süddeutscher Zeitung“ die Soldaten jetzt offiziell dazu aufgerufen, auf das Sicherheitsrisiko durch Monstersammler zu achten.

tsch

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