Gefährlicher Riesen-Hype um Handy-Spiel

"Pokémon Go": Gamerin entdeckt Leiche 

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Bei der Handy-App "Pokémon Go" werden virtuelle Figuren in die reale Umgebung eingebettet.

München - Pokémon Go ist jetzt auch offiziell in Deutschland erhältlich. In den USA sorgte das Spiel unlängst für einen grausligen Fund.

Dass Menschen, den Blick fest auf ihr Handy geheftet, in der Gegend herum laufen, kennt man. Doch jetzt stoßen sie hin und wieder Jubelschreie aus, als hätten sie etwas gefunden - doch es ist nichts zu sehen. Wer in den USA, Australien oder Neuseeland lebt, ist diesen bizarren Anblick fast schon gewöhnt, denn dort ist seit vergangener Woche das ''Pokémon Go"-Fieber bei Android- und iOS-Nutzern ausgebrochen. 

Die Fantasiewesen aus Japan sind seit den 90er-Jahren Kult, jetzt haben sie es von der Spielkonsole und dem Fernseh-Bildschirm auf das Smartphone geschafft. Die Handy-App schoss aus dem Stand auf den Spitzenplatz der dortigen iTunes-Charts - und mit ihr die Nintendo-Aktie. 

In dem Spiel geht es darum, mithilfe der Standortdaten des Nutzers virtuelle Figuren aus der Pokémon-Welt in der wirklichen Welt zu fangen. Dazu werden die Monster auf dem Handy-Display in die reele Umgebung eingebettet. "Augmented Reality" heißt das Zauberwort. Wer so einen kleinen Kerl aufgespürt hat, kann ihn trainieren und gegen andere Pokémons antreten lassen. Die Idee der App ist genial, denn sie sorgt dafür, dass die handysüchtigen Spiele-Fans, die ja eher als chronische Stubenhocker bekannt sind, an die frische Luft kommen und sich dort quasi aus Versehen sportlich betätigen.

Pokémon gesucht - Leiche gefunden

Doch der nagelneue Hype hat bereits seine Schattenseite offenbart. So machte eine 19-Jährige am Samstag im US-Bundesstaat Wyoming bei der virtuellen Monsterjagd einen gruseligen Fund: Statt eines Wasser-Pokémons entdeckte sie zu ihrem Entsetzen in einem Fluss eine Leiche, wie das Portal County 10 berichtete. Demnach hatte die Polizei keine Hinweise darauf, dass der Tote Opfer eines Verbrechens geworden war.

Pokémon Go: Vorsicht, Trojaner!

In Europa soll "Pokémon Go" in Kürze ebenfalls erhältlich sein. Am Wochenende waren die Server dem Ansturm der Fans nicht gewappnet und brachen zusammen. Das hindert die Fans nicht daran, sich über Umwege die App zu besorgen - ebenfalls ein gefährliches Unterfangen, denn nicht selten benutzen sie dafür fragwürdige Quellen aus dem Internet und laden sie sich den Trojaner Droid Jack mit aufs Handy, berichtet proofpoint.com. Mit ihm können Dritte die Kontrolle des Smartphones übernehmen und Daten aus der Ferne abgreifen.

Gefahrlos ist der Download für iPhone-Besitzer in Europa mit einem technischen Trick möglich: Dafür müssen sie sich für den iTunes-Store eine lokale ID anlegen, weiß chip.de.

hn/dpa

Pokémon Go - Release-Trailer

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