PlayStation VR auch PC-tauglich?

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Einträchtig vereint: Sonys "PlayStation VR" und eine "Abyssus"-Maus von Razer. Hier nur eine Montage - aber Bilder wie dieses könnten bald Realität werden. Scheinbar denkt Sony darüber nach, mit seinem VR-Headset auch PCs zu unterstützen.

Bereits Monate vor seinem Erscheinen ist Sonys "Virtual Reality"-Headset "PlayStation VR" so erfolgreich, dass der Konzern seine Pläne offenbar ändert: Nicht nur, dass der überraschend starke Vorverkauf der Cyber-Brille vermutlich eine Release-Verschiebung des Systems zur Folge hat.

Obendrein denkt der Hersteller jetzt über eine Anpassung des VR-Konzepts nach. Im Interview mit der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" weist Sony-Manager Masayasu Ito darauf hin, dass eine Verknüpfung des Headsets mit dem PC nicht mehr ausgeschlossen sein. Laut ihm wäre die PS4 ohnehin ein PC-verwandtes System - offenbar stellt eine Windows-Unterstützung der PS4-Brille deshalb kein allzu großes Problem dar. Für die Vorstellung der genauen VR-Pläne wäre es noch zu früh. Aber laut Ito wäre "eine Erweiterung auf verschiedene Felder" jenseits der PlayStation bereits geplant.

Tatsächlich würde eine PC-Kompatibilität des Systems gut zur aktuellen Konzern-Strategie passen: Der scheint sich ebenso wie Konsolen-Konkurrent Microsoft zusehends in Richtung PC zu öffnen - bis vor wenigen Jahren noch undenkbar. Für die Annäherung sprechen unter anderem die Zunahme von Cross-Play-Features, bei denen Konsolen- und PC-User zusammenspielen, ebenso wie Pläne für eine Windows- und OSX-App, mit der PS4-Games auf PC beziehungsweise Macintosh gestreamt werden. Eine Veröffentlichung einer "PlayStation-VR für PC"-Lösung wäre gerade kommerziell vielversprechend: Das Interesse an der Technologie ist gigantisch - aber Headsets wie "Oculus Rift" oder "HTC Vive" sind für die meisten Kunden zu kostspielig. Eine nur etwa halb so teure "PlayStation VR" für Heimcomputer wäre eine attraktive Alternative.

Zur dezenten Release-Verschiebung des Headsets auf das Jahresende passt außerdem die angebliche Veröffentlichung einer verbesserten und 4K-tauglichen PS4: Die wird Informationen des Youtube-Formats "The Know" zufolge im selben Zeitraum vermarktet wie "PlayStation VR". Sollte das neue Modell wie vermutet über eine stärkere Grafik-Performance verfügen als die aktuelle PS4, würde sie das Abspielen von VR-Games mit deutlich verbesserter Optik ermöglichen. Gegen die Annahme spricht allerdings der mutmaßliche Verkaufspreis des neuen Systems: Die scherzhaft mit "PlayStation 4.5" betitelte Konsole soll zwischen 350 und 400 Dollar kosten - ein Spottpreis, für den sich keine Hardware realisieren lässt, die Spiele flüssig in 4K-Auflösung darstellen kann. Damit tun sich selbst Spiele-PCs jenseits der 2.000-Euro-Schallmauer schwer. Wahrscheinlicher ist, dass es sich lediglich um eine "Slim"-Variante der PS4 handelt, die das Abspielen von 4K-Blurays ermöglicht und unter Umständen im Bundle mit "PlayStation VR" angeboten wird.

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