New Yorker Berufungsgericht kippt früheres Urteil

Microsoft muss keine EU-Daten an US-Regierung übergeben

+
Microsoft muss keine Daten aus der EU an die US-Regierung herausgeben.

Wie ein Berufungsgericht im amerikanischen Bundesstaat New York urteilte, hat die US-Regierung kein Recht, auf Daten von Microsoft-Kunden auf Servern in der EU zuzugreifen.

Die Richter kassierten damit ein früheres Urteil eines Bundesgerichts. Dieses hatte den Konzern zur Herausgabe von Daten eines E-Mail-Kontos aufgefordert, welche sich auf Servern in Irland befanden. Microsoft weigerte sich weiterhin und ging in Berufung. Der Softwareriese erringt damit einen wichtigen Sieg im Kampf um die Nutzerdaten seiner Kunden. Wie die Richter in ihrer Begründung anführten, gelte das besagte Gesetz ausschließlich für Daten, die innerhalb des amerikanischen Hoheitsgebiets gespeichert seien. Weiterhin sei dessen Ziel der Schutz vor willkürlichem Zugriff der Regierung. Das Urteil dürfte die IT-Branche erfreuen. Verschiedene andere Tech-Riesen, darunter Apple und Verizon, unterstützen Microsoft und haben ebenso großes Interesse daran, das verlorene Vertrauen nach der NSA-Affäre wiederherzustellen.

tsch

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren