Datenschützer Johannes Caspar will "Überwachungskapitalismus" eindämmen

Grundrecht auf Pseudonymität?

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Datenschützer Johannes Caspar fordert ein Grundrecht auf Pseudonymität.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar fordert von der Politik ein "Grundrecht auf Pseudonymität" im Internet.

Jeder Nutzer solle demnach selbst entscheiden dürfen, ob der echte Name verwendet wird oder nicht. Dies erklärte der Jurist auf dem Euroforum-Datenschutzkongress in Berlin. Ein entsprechendes Grundrecht sei nötig, da durch den "Überwachungskapitalismus" das verankerte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ausgehebelt würde. Die noch nicht in Kraft getretene europäische Datenschutz-Grundverordnung müsse daher geändert werden. Erst kürzlich war Caspar vor Gericht bei dem Versuch gescheitert, das soziale Netzwerk Facebook zur Aufgabe der Klarnamenpflicht zu zwingen. Dabei setze der Konzern diese Pflicht gar nicht wirklich durch. Schätzungsweise 33 Prozent aller Facebook-Profile seien Pseudonyme, so Caspar.

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