Für Liebhaber

Eine Handvoll Historie: das „Classic Mini“ von Nintendo

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Überraschend hat Traditionshersteller Nintendo eine miniaturisierte Gedenk-Edition seiner ersten 8-Bit-Konsole angekündigt.

Mit Ataris 2600er-Konsole nahm der moderne Videospielmarkt 1977 seinen Anfang, doch erst mit Nintendos „Entertainment System“ (kurz:„NES“) erhielt er sechs Jahre später seine japanische Prägung: Hier lernten heute noch aktive Helden wie Mario, „Metroid“-Soldatin Samus oder Abenteurer Link ihr verspieltes Handwerk.

Nicht umsonst ist die legendäre Konsole bis heute ein Zierstück in der Sammlung passionierter Retro-Fans. Am 11. November veröffentlicht Nintendo ein echtes Liebhaberstück - eine „Classic Mini“-Version des Konsolen-Ahnen. Die in den USA für rund 60 Dollar angekündigte, handgroße Miniatur des Geräts kommt mit zeitgemäßen USB- beziehungsweise HDMI-Anschlüssen, außerdem sind 30 Klassiker vorinstalliert: Neben den ersten beiden „Zelda“-Spielen finden sich „Mario Bros.“, „Super Mario Bros.“ (Teil 1 bis 3), „Metroid“, „Kirby's Adventure“, „Gradius“, „Final Fantasy“, „Castlevania“ (Teil 1 und 2) sowie „Kid Icarus“ auf dem Flash-Speicher des kleinen Systems. Ebenfalls mit dabei: „StarTropics“, „Super C“, „Punch Out!!“, „Galaga“, „Dr. Mario“, „Excitebike“, „Donkey Kong“ beziehungsweise „Donkey Kong Jr.“, „Bubble Bobble“, „Balloon Flight“, „Double Dragon 2“, „Ice Climber“, „Ghosts'n Goblins“, „Tecmo Bowl“, „Ninja Gaiden“, Pac-Man„ und “Mega Man 2„. Das Replikat bringt zudem den ursprünglichen NES-Controller mit, der sich außerdem mit der Wii-Fernbedienung verbinden lässt. Die Spiele laufen allerdings nicht als Modul, sondern als Emulation auf Basis von Nintendos bekannter “Virtual Console„-Oberfläche - alte Cartridges passen also nicht in das System. Die Stromversorgung erfolgt übrigens via USB - ein entsprechendes Netzteil liegt nicht bei, findet sich aber zum Beispiel im Lieferumfang von fast jedem Smartphone. Entgegen ironischer Netz-Kommentare hat diese kleine, aber feine Liebeserklärung an Nintendos 8-Bit-Erbe natürlich nichts mit deren neuer Konsole “NX" zu tun: Allerdings hat das Retro-Schmuckstück gute Karten, sich zum kommenden Weihnachtsgeschäft besser zu verkaufen als die aktuelle Konsole des Herstellers - die Wii U.

tsch

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