Koch-Castingshow „MasterChef“ startet am 3. November

Sky-1-Programmchef: „Wir wollen eben unterhalten“

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Sky-1-Programmchef Marcus Ammon (links) setzt auf sein Team bei „MasterChef“. In der Jury der Kochsendung sitzen Sommelier Justin Leone (zweiter von links) sowie die Sterneköche Sybille Schönberger und Ralf Zacherl (zweiter von rechts). Sie entscheiden über die Kochkünste von zunächst 120 Teilnehmern.

Sky erfindet sich schon wieder ein bisschen neu: Mit dem Sender Sky 1 wollen die Unterföhringer Unterhaltungsfernsehen im Pay-Portfolio etablieren.

Die Pay-TV-Plattform Sky erweitert ihr Angebot um eine völlig neue Farbe. Denn klassisches Unterhaltsfernsehen, das gab es bis dato noch nicht im Portfolio der Unterföhringer. Am Donnerstag, 3. November, nimmt Sky 1 den Sendebetrieb auf. Das neue Programm ist eindeutig auf Entertainment ausgerichtet. Mitunter eigenproduzierte Shows, Lifestyle-Formate und Serien richten sich eher an ein Mainstream-Publikum und Familien. Am Dienstag konkretisierten die Verantwortlichen ihre Pläne vor Münchner Journalisten.

Die weltweit erfolgreichste Koch-Castingshow

Als erste eigenproduzierte Show zeigt Sky 1 bereits zum Senderstart am 3. November, 20.15 Uhr, die Koch-Casting-Show „MasterChef“. Das Format läuft in den USA, Großbritannien oder Italien sehr erfolgreich. Die Sendung gilt nicht weniger als die weltweit erfolgreichste Koch-Castingshow mit mehr als 300 Millionen Zuschauern und sensationellen 10.000 Kandidaten, sie ist in 58 Ländern on air. In Australien ist sie übrigens die erfolgreichste TV-Sendung aller Zeiten. Für die exklusive deutsche Ausgabe übernimmt EndemolShine die Produktion. Anders als die vielen bereits bekannten Kochshows, die vor allem aus Studios gesendet werden, ist „MasterChef“ sehr aufwendig produziert.

Zunächst 120 Teilnehmer zeigen ihre Kochkünste in durchaus spektakulären Locations wie auf einer Staumauer oder in einem Schlossgarten. In der Jury sitzen Sommelier Justin Leone (Tantris, München) sowie die beiden Sterneköche Sybille Schönberger und Ralf Zacherl. Der aus Koch-Shows wie „Die Kochprofis“ bekannte Zacherl sagt über das Format: „Mit anderen Kochshows ist 'MasterChef' nicht zu vergleichen. Die Produktion ist enorm aufwendig. Die Dreharbeiten haben mehr als sieben Wochen gedauert, wir hatten mehr als 35 Drehtage“. Für die Kandidaten steht bei dem Ganzen durchaus viel auf dem Spiel. Dem Gewinner winken nach zwölf Wochen der Titel „MasterChef“ sowie die Produktion eines eigenen Kochbuches und 100.000 Euro.

Weitere eigenproduzierte Sendungen sollen folgen

Marcus Ammon, Programmchef von Sky 1, setzt gerade auf die Koch-Parade große Hoffnung. Er sagt: „Wir hatten lange keine eigenproduzierte Shows. Mit 'MasterChef' wollen wir das ändern.“ Weitere eigenproduzierte Sendungen sollen folgen. Auch Serien sollen zum Angebot gehören. Aber anders als beim Sender Sky Atlantic HD, der in Kooperation mit HBO vor allem die großen US-Hit-Serien sendet, wird das Serienangebot bei Sky 1 „breiter aufgestellt“ sein, wie Ammon sagt. Zu sehen sind unter anderem „Desperate Housewives“, „Madam Secretary“ mit Téa Leoni oder „The Tunnel: Sabotage“, eine britische Sky-Eigenproduktion nach dem Vorbild der skandinavischen Krimireihe „Die Brücke“.

Desweiteren zeigt der neue Sender Factual-Entertainment-Formate wie das britische „Dogs might fly“. Darin sollen Hunde tatsächlich lernen, wie sie einen Flieger steuern. Ammon selbst muss über das Format lachen: „Wir wollen eben unterhalten“, meinte der Programmchef beim Termin.

tsch

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