Mit Oscargewinnerin Brie Larson.

Jetzt auf Bluy-ray und Video-on-Demand: „Raum“

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Weiter als in Lenny Abrahamsons Filmperle „Raum“ kann die Enge nicht sein: Sein brillante Romanadaption über eine Mutter und ihren Sohn, die miteinander jahrelang Gefangene in einem winzigen Raum sind, feiert die Freiheit.

Das außergewöhnliche und meisterhafte Drama „Raum“ erzählt von einer Mutter und ihrem Sohn, die jahrelang Gefangene in einem winzigen Verlies sind, das zu ihrer Welt wird. Mit Oscargewinnerin Brie Larson.

Was ist normal? Für den kleinen Jack (Jacob Tremblay) ist es ein Leben mit seiner Ma (Brie Larson) auf wenigen Quadratmetern: Joy wurde als Teenagerin entführt, eingesperrt und vergewaltigt. Sie brachte Jack im Verlies auf die Welt und zog ihn dort groß - so gut sie konnte. „Raum“ (2015) nennt Jack diesen Ort, der für ihn die ganze Welt darstellt. Eine Welt, an der Regisseur Lenny Abrahamson („Frank“) das Publikum in einem meisterlich inszenierten Drama mit viel Empathie und universeller Wahrheit teilhaben lässt. Im Kino sahen das hierzulande rund 100.000 Besucher, nun erscheint der Film auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

„Raum“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emma Donoghue, die auch das Drehbuch schrieb. Donoghue und Abrahamson machen aus den Grausamkeiten, zu denen Menschen fähig sind, einen sensiblen, humanistischen Film von unerträglicher Intensität - erzählt aus der Perspektive des Kindes.

Der Raum ist aus Zuschauersicht ein klaustrophobischer Ort des Leidens. Für Jacks kindliche Fantasie aber bietet er unendliche Möglichkeiten und ist ein Ort der Geborgenheit und des Schutzes. Seine Ma hat ihn in dem Glauben erzogen, dass die reale Welt hinter den Wänden aufhört. Was man durch das Oberlicht sieht, der einzigen Verbindung zur Außenwelt, ist schon das Universum.

Brie Larson, für ihre Rolle mit dem Oscar ausgezeichnet, und Jacob Tremblay geben ihren Figuren die notwendige Präsenz - ihre außergewöhnlichen Leistungen sind das Rückgrat des Films. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als sich emotional völlig auf Joy und Jack einzulassen, ohne dass man dabei die bedrohliche Atmosphäre aus dem Kopf bekommen würde.

Der Raum ist Jacks Welt, er wird ihn auch im zweiten Teil des Films nicht vergessen können, wenn seine Mutter und er dem Entführer entkommen sein werden. „Raum“ entwickelt sich dann zu einem starken Film über die Freiheit und erzählt - immer noch konsequent aus Jacks Perspektive - von ihren unendlichen Herausforderungen.

Durch die Augen des Jungen wird die Welt, die für uns normal ist, zu einem Ort voller Wunder und Geheimnisse. Für Jack ist alles neu, er kommt im Prinzip im Alter von fünf Jahren auf die Welt. Für seine Mutter ist nach sieben Jahren Gefangenschaft alles anders. Die Qualen - Angst, Wut, Einsamkeit und Hilflosigkeit - sind für beide noch nicht vorbei.

tsch

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