Batman v Superman: Dawn of Justice

Verlockendes Kräftemessen

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Fledermausmann trifft Übermensch: „Batman v Superman: Dawn of Justice“ handelt vom Gipfeltreffen zweier rivalisierender Superhelden im Dienst des Guten. Doch auch das hat seine dunkle Seite.

Die titelgebende Superhelden-Fehde wirkt fadenscheinig. Aber die Konfrontation von Übermacht mit Achillesferse, menschlicher List und teuflischer Hybris fesselt.

Superman fährt niemand so einfach um, nicht einmal Batman. Als er im Batmobil in hoher Geschwindigkeit auf ihn zuhält, prallt er einfach ab. Der gepanzerte Wagen zerschellt zum Schrotthaufen. Der Fledermausmann wird tief in die Trickkiste greifen müssen, um dem Übermenschen beizukommen. Es ist kaum ersichtlich, warum Batman eine Verbrecherbande verfolgt und warum sich Superman ihm in den Weg stellt. Überhaupt ist der Zoff zwischen den Heroen in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (2015) kaum motiviert. Dafür funktioniert die „Man of Steel“-Fortsetzung als metapyhsisches Kräftemessen grandios und lockte so immerhin anderthalb Millionen Besucher in die Kinos. Nun erscheint das Spektakel fürs Heimkino.

Vor über einem Jahr hat Superman alias „Daily Planet“-Reporter Clark Kent (Henry Cavill) die Menschheit gerettet, aber zu einem gigantischen Preis: der Zerstörung der Städte Metropolis und Gotham. Und jetzt lässt er sich auch noch wie ein Gott verehren. Milliardär Bruce Wayne (Ben Affleck) kosteten Supermans brachiale Aktionen ein Unternehmensgebäude und trotz Warnungen einige seiner Mitarbeiter das Leben.

Erst zweifeln Wayne und sein technisch hochbegabter Assistent Alfred (Jeremy Irons) bloß an der Rechtschaffenheit Supermans. Doch das öffentliche Idol erscheint schwer kompromittiert, als sich bei einer öffentlichen Anhörung zu seinen Taten ein schwerer Terroranschlag ereignet. In der Maske Batmans will Wayne den vom Helden auf den Status des Staatsfeindes gefallenen Superman auslöschen.

An dessen Unschuld glaubt nur Kents Kollegin und Geliebte Lois Lane (Amy Adams), weil sie einen Beweis für Terrorpläne des jugendlichen und übergeschnappten Erfinders und Unternehmergenies Lex Luthor (Jesse Eisenberg) hat. Dieser Bedrohung der Menschheit dürften Batman und Superman nur gemeinsam im Trio mit Wonder Woman (Gal Gadot) beikommen.

Dass die beiden Herren nicht miteinander auskommen, wirkt an den Haaren herbeigezogen. Aber es erfüllt einen Zweck, den Zack Synder und seine Tricktechniker verlockend zu inszenieren wissen, nämlich den spektakulären Zusammenprall von universellen Charakteren mit ebenso unterschiedlichen wie überragenden Kraftpotenzialen herbeizuführen. Der düstere Batman-Look des Neo-Noir à la „Dark Knight“ dominiert eindeutig. Die unstimmige Story muss der überwältigende Kampf gegen Luthors Monster zwischen Erde und Weltall voll und ganz aufwiegen. Schön für Heimkino-Fans: Die Ultra-HD Blu-ray wurde bis auf vereinzelte Effekte in echtem 4K produziert und sieht hervorragend aus. Dazu gibt's einen druckvollen Dolby-Atmos-Soundtrack auf Deutsch und Englisch. Zumindest aus technischer Sicht also ein vorbildlicher Film!

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc, Blu-ray 3D, Ultra-HD Blu-ray und als Video-on-Demand.

tsch

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