Gedreht wird auch in Bremen

ARD verfilmt Geiseldrama von Gladbeck

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Sie drehen einen ARD-Zweiteiler über das Geiseldrama von Gladbeck, von links: Armin Franzen (Kamera), Matthias Adler (Producer), Regina Ziegler (Produzentin), Kilian Riedhof (Regisseur) und Carolin Haasis (Redakteurin, ARD Degeto).

28 Jahre nach dem Gladbecker Geiseldrama mit drei Toten haben soeben die Dreharbeiten für einen Fernsehfilm über den Fall begonnen.

Die ARD erinnert mit dem Projekt an ein besonderes Stück deutscher Zeitgeschichte: Am 16. August 1988 entwickelte sich aus einem fehlgeschlagenen Banküberfall eine dreitägige Geiselnahme. Vor allem die Medienberichterstattung nahm während des Verbrechens eine tragende Rolle ein. Journalisten mischten sich aktiv ins Geschehen ein und behinderten die Polizei massiv bei ihrer Arbeit. Sie begleiteten die Geiselnehmer auf ihrer Flucht, dokumentierten das Verbrechen in Echtzeit und verloren dabei die Distanz zu den Leidtragenden. 

Der Zweiteiler „Gladbeck“ schildert ein Verbrechen, das sich bis heute ins Gedächtnis der Deutschen eingebrannt hat. Im Mittelpunkt sollen bei der Koproduktion von ARD Degeto, Ziegler Film und RBB nicht die Geiselnehmer stehen, sondern die Medien und die Frage, wie sie mit dem Fall umgegangen sind. Stars wie Zsa Zsa Inci Bürkle, Sascha Gersak, Arnd Klawittervor, Ulrich Noethen, Alexander Scheer und Martin Wuttke drehen an Originalschauplätzen unter anderem in Köln, Gladbeck, Bremen, Duisburg und Düsseldorf. Das Drehbuch stammt von Holger Karsten Schmidt („Mord in Eberswalde“), Regie führt Kilian Riedhof („Der Fall Barschel“). Der Ausstrahlungstermin im Ersten ist noch nicht bekannt.

tsch

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