Jean Pütz

Vater aller Heimwerker

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Am 21. September wird Jean Pütz 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass erinnert das WDR Fernsehen an die Jahrzehnte, in denen er sich und die „Hobbythek“ zu einer bekannten Fernsehmarke geformt hat.

Es ist ihm nicht anzusehen: Jean Pütz wird am 21. September 80 Jahre alt.

Der Mann mit studentischer Nickelbrille und kunstvoll gezwirbeltem Schnurrbart sah im Fernsehen immer aus wie ein Lehrer. Und gewissermaßen ist er das auch. Jean Pütz hat Generationen von Zuschauern mit seiner zwischen 1974 und 2004 ausgestrahlten Sendung „Hobbythek“ gezeigt, was man alles selber machen kann - lange bevor es der Anglizismus „Do it yourself“ in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft hatte. Am 21. September wird der Tüftler, Heimwerker, Journalist und Moderator 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass erinnert das WDR-Fernsehen an die drei Jahrzehnte, in denen sich Jean Pütz und die „Hobbythek“ zu einer bekannten Fernsehmarke geformt haben.

Jean Pütz hat unter anderem Physik und Mathematik auf Lehramt studiert. Wäre er daraufhin tatsächlich vor einer Klasse gestanden, wie viele Schüler hätte er wohl nachgiebig erreicht? Der sympathische Rheinländer jedoch ging ins Fernsehen. Seine von 1974 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2004 präsentierte Wissenssendung „Hobbythek“ war ein Glücksfall für das WDR-Fernsehen und viele weitere Dritte Programme der ARD.

30 Jahre lang hatte Pütz in der Do-it-yourself-Sendung immer „schon mal was vorbereitet“. Mit diesem Satz brannte sich der Moderator mit dem Riecher für spannende Themen in das kollektive Gedächtnis ganzer Generationen von Zuschauern.

„Man kann ihn schon als lebende Legende bezeichnen“, heißt es nun seitens des WDR-Fernsehens, das einen seiner verdienstvollsten Mitarbeiter bereits am Freitag, 16. September, mit einer Sondersendung zum runden Geburtstag würdigt. Ab 23.30 Uhr zeigt der öffentliche-rechtliche Kanal unter dem Titel „Wir haben da mal was vorbereitet - Jean Pütz wird 80“ einen Best-of-Zusammenschnitt von Pütz' legendärer „Hobbythek“.

Und in diesen Schnipsels aus guten, alten und vor allem analogen Tagen ist so einiges zu sehen, aus dem man noch immer fürs Leben lernen kann. Das Themenspektrum reichte von „Wir basteln einen Heißluftballon“ bis hin zu „Weine zum Selbermachen“. Selbst heiklere Stoffe sparte der dreifache Vater nicht aus. „In einer Sendung haben wir erklärt, wie man Gleitcreme herstellt und damit anscheinend einer ganzen Reihe von Menschen geholfen“, erinnert sich der Jubilar heute.

Dabei konnten die Zuschauer in der Regel sicher sein, dass die in der Sendung vorgestellten Rezepte, Tinkturen und Bauanleitungen zuvor von Pütz im eigenen Hobbykeller getestet worden waren. „Wenn wir's überleben, machen wir 'ne Sendung draus“ - getreu diesem Motto avancierte Pütz zur Kultfigur aller Heimwerker und wurde somit auch zum Vorbild vieler neuerer Fernsehformate von „Welt der Wunder“ bis „taff“ oder „Galileo“ (ProSieben), in denen bisweilen ebenfalls zum Tüfteln animiert wird.

tsch

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