The Dressmaker

Der Teufel trägt Dior

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Was führt die Frau im Schilde? Kate Winslet liefert als Myrtle "Tilly" Dunnage eine äußert ansprechende Leistung ab.

Direkt aus den Modetempeln Europas ins australische Nirgendwo: "The Dressmaker" erzählt eine ausgefallene Geschichte mit Witz, Stil und einer Spur Wahnsinn.

"Ich bin wieder da, ihr Mistkerle!": Schon die Auftaktszene von "The Dressmaker" (2014) stellt klar, dass Myrtle "Tilly" Dunnage (Kate Winslet) mit keinen guten Absichten in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Man hatte ihr als junges Mädchen einen Mord angelastet und sie aus Dungatar vertrieben. Nun, Jahre später, will sich die erfolgreiche Schneiderin an ihren "Peinigern" rächen - es ist der Auftakt einer höchst unterhaltsamen, kontrastreichen Komödie, die in Australien mehrfach ausgezeichnet wurde und hierzulande als Heimkino-Premiere erscheint.

Ob Tilly, die in ihrer Abwesenheit viel Zeit in der europäischen High-Fashion-Welt verbrachte, tatsächlich etwas mit dem mysteriösen Todesfall von damals zu tun hat? Das lässt Regisseurin Jocelyn Moorhouse lange offen und entwickelt so, basierend auf einem Roman von Rosalie Ham, eine reizvolle Geschichte mit viel Biss und noch mehr atemberaubenden Outfits. Hier, kann man sagen, trägt der Teufel Dior, und Kate Winslet erweist sich für die Hauptrolle als die perfekte Besetzung.

Dass die schillernde Tilly wieder da ist, wirbelt im trist-grauen Dungatar sofort eine Menge Staub auf, und sie wartet keine Sekunde damit, Unruhe zu stiften. Erstmal ein großes Feuer im Garten ihrer durchgeknallten Mutter (ebenfalls großartig: Judy Davis) anzünden und dann die umliegenden Häuser mit Golfbällen beschießen. Richtig wild wird die Sache jedoch erst, als Tilly ihre gefährlichste Waffe zum Einsatz bringt: ihre Nähmaschine.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

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