Tod im Alter von 85 Jahren

Tauer um ZDF-Urgestein Hans Scheicher

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ZDF-Korrespondent Hans Scheicher ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Ein „eigenwilliger Moderator und unbestechlicher Reporter“ sei er gewesen, erinnert sich ZDF-Chefredakteur Peter Frey an Hans Scheicher.

Am vergangenen Samstag ist Scheicher, der viele Jahre für den Mainzer Sender vor und hinter der Kamera arbeitete, im Alter von 85 Jahren gestorben. Das teilte das ZDF heute mit. Hans Scheicher kam 1931 im Chiemgau zur Welt und begann seine journalistische Karrire bei der „Süddeutschen Zeitung“ und der ARD, bevor er 1964 zum ZDF wechselte. Sechs Jahre später ging er für den Sender nach Südostasien. „Seine Erfahrungen als Berichterstatter im Vietnam-Krieg hatten seinen Blick auf die Welt geschärft“, so Peter Frey über diese prägende Zeit. Nach mehreren Jahren in Beirut, wo er das ZDF-Büro leitete, wurde Scheicher 1982 Moderator des „heute-journals“. „Mit seinem 'Originalton Süd' fesselte der gebürtige Bayer das Publikum des 'heute-journals' unverwechselbar und souverän“, so Peter Frey. Doch schon nach wenigen Jahren zog es Scheicher wieder in die weite Welt. So leitete er fünf Jahre lang das ZDF-Büro in New York, bevor er nach Deutschland zurückkehrte, um neben Petra Gerster die ZDF-Talksendung „live“ zu moderieren. 1991 zog er sich schließlich ins Privatleben zurück. Scheicher war zweimal verheiratet und hinterlässt zwei Kinder.

tsch

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