Tatort aus Ludwigshafen

 „Kriminaloperette ohne Gesang“

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Stößchen! Axel Ranisch (links) hat mit den „Tatort“-Darstellern Ulrike Folkerts und Peter Espeloer Außergewöhnliches vor.

Die Experimentierfreude in der „Tatort“-Reihe kennt kein Halten, jetzt wagen sich sogar die Traditionsermittler aus Ludwigshafen ans Außergewöhnliche.

Axel Ranisch, exzentrisches Kino-Selfmade-Wunderkind („Ich fühl mich Disco“) und Rosa-von-Praunheim-Schüler, wurde mit der Regie der Folge „Babbeldasch“ betraut. Wie es Ranischs Methode entspricht, liegt kein ausformuliertes Drehbuch zugrunde. Das Team um Ulrike Folkerts alias Kommissarin Lena Odenthal ist ebenso wie Darsteller und Darstellerinnen des Ludwigshafener Amateurtheaters Hemshofschachtel zum Improvisieren nach einer groben „Grundstruktur“ aufgefordert. Und darum geht's: Sophie Fettèr, Gründerin und Herz des Ludwigshafener Theaters „Babbeldasch“, stirbt während einer Vorstellung an einem allergischen Schock. Johanna Stern (Lisa Bitter) übernimmt den Fall, weil Kollegin Odenthal Überstunden abbummelt. Doch die Alt-Kriminalerin schaltet sich in die Ermittlungen um mögliches Fremdverschulden ein, nachdem sie zufällig Zuschauerin der fatal geendeten Vorstellung war. Als „Kriminaloperette ohne Gesang“ beschreibt Axel Ranisch sein Debüt als „Tatort“-Regisseur, „in dem Traumsequenzen eine wichtige Rolle spielen werden“, wie der SWR in einer Mitteilung warnt. Neben dem erprobten Ermittlerteam um Ulrike Folkerts, Lisa Bitter, Andreas Hoppe, Peter Becker und Annalena Schmidt sind Marie-Luise Mott, André Assanoff, Petra Mott, Gerd Rohrbacher und viele andere in Episodenrollen zu sehen. Gedreht wird bis Anfang Juli in Ludwigshafen und Baden-Baden. Der genaue Ausstrahlungstermin im kommenden Jahr steht noch nicht fest.

tsch

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