Kindergarten Cop 2

"Es sind doch nur Kinder"

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Reed (Dolph Lundgren) hat große Mühe, die Kinder unter Kontrolle zu halten. Vielleicht hilft ein wenig Schütteln?

Es gibt wieder einen "Kindergarten Cop"! Arnold Schwarzenegger hat mit der Neuauflage der Kult-Komödie nichts mehr zu tun. Doch hat man einen würdigen Nachfolger gefunden, der ebensowenig zum Kindergärtner taugt wie damals Arnie.

FBI-Agent Reed bleibt immer cool. Deshalb hat er, der eigentlich eher ein Mann fürs Grobe ist, auch vor seiner neuesten Mission keinen Bammel: Er soll sich undercover in einen Kindergarten einschleusen, um einen USB-Stick mit hochsensiblen Daten aufzuspüren. Was soll da schon schiefgehen? "Es sind doch nur Kinder", beruhigt Reed einen Kollegen, der ihm das nötige Feingefühl für die Aufgabe nicht zutraut. Der Zuschauer weiß: Natürlich wird einiges passieren. Schließlich hat man die gleiche Geschichte vor 26 Jahren schon einmal gesehen, und bald wird klar: "Kindergarten Cop 2" (2015) ist mehr Remake als Fortsetzung - ein überflüssiger Film, der dennoch seinen Charme hat.

Im Lehrerzimmer? In der Kuschelecke? Irgendwo muss doch dieser dämliche USB-Stick sein, auf dem sich die komplette Datenbank des Zeugenschutzprogramms befindet. Reed, der sich als Kindergärtner ausgibt, muss den Datenträger finden. Und zwar vor dem fiesen Gangster Zogu (Aleks Paunovic).

In der Kult-Komödie von 1990 gab - wer könnte diesen Auftritt vergessen? - Arnold Schwarzenegger den Kindergarten Cop. Ein ungehobelter Cop-Koloss ohne jedes pädagogische Verständnis inmitten einer Schar von süßen Kleinkindern, die sich bald als echte Quälgeister herausstellen. Mit Dolph Lundgren konnte Regisseur Don Michael Paul auf den wohl besten verfügbaren Ersatz für Schwarzenegger zurückgreifen. An Arnies Performance von damals kommt Lundgren natürlich nicht heran - da kann der einstige "Universal Soldier" das Gesicht noch so angewidert verziehen, wenn sein Hemd mit Fingerfarben beschmiert wird oder die kleine Molly ihm auf die Schuhe pinkelt.

Trotzdem ist "Kindergarten Cop 2" eine gelungene Hommage an das Original geworden. Don Michael Paul versucht gar nicht erst, den Stoff zu modernisieren (abgesehen von besagtem USB-Stick), sondern liefert mit viel Liebe zum Detail eine Quasi-Kopie der populären Vorlage und schickt den Zuschauer fast schon auf eine kleine Zeitreise. Sogar die Credits im Vorspann sind in quietschbunten Farben gehalten, so wie damals. Da fühlt man sich beinahe, als wäre es wieder 1990.

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