Servus TV sendet doch weiter

+
Der "Talk im Hangar-7" gehört zu den bekanntesten Servus TV-Programmen.

Erst gestern kündigte der österreichische Fernsehender Servus TV überraschend an, den Sendebetrieb einstellen zu wollen.

Jetzt die ebenso überraschende Wende: Wie aus dem Hause Red Bull, das Servus TV betreibt, verlautbarte, soll der Sender doch erhalten bleiben. Vorausgegangen waren Streitigkeiten um die Gründung eines Betriebsrats, die offenbar zu der kurzfristigen Entscheidung geführt hatten, Servus TV dicht zu machen. Rund 260 Kündigungen sollen gestern bereits ausgesprochen und nun zurückgenommen worden sein. "Basierend auf gegenseitiger Akzeptanz und Respekt sowie dem Verständnis der jeweiligen Positionen und Standpunkte kam es zu einem konstruktiven Gespräch betreffend Servus TV", heißt es in einer Pressmitteilung des von Dietrich Mateschitz gegründeten und geführten Red-Bull-Konzerns. Die "überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter" lehne einen Betriebsrat ab - "nicht überraschend für einen Betrieb, der für seine hohen sozialen Standards bekannt ist", so Red Bull. Noch gestern hatte der Weltkonzern weitere Gründe für das Aus des Senders kommuniziert: So habe man alljährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert, allerdings ohne finanziellen Erfolg: "Der Sender ist daher für unser Unternehmen wirtschaftlich untragbar geworden. Wir haben uns der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Geschäftsmannes entsprechend entschlossen, den Betrieb von Servus TV einzustellen", so Red Bull gestern. Warum die finanzielle Situation nur einen Tag später anders aussehen soll, erklärte der Brausekonzern nicht. Ob das Drama um den kleinen österreichischen Sender also ausgestanden ist, bleibt vorerst offen.

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren