Shakespeares letzte Runde - Mi. 27.04 - ARTE: 20.15 Uhr

Sehen und gesehen werden

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Wo beginnt, wo hört die Kulisse auf? Iris Berben (Titania) und Reiner Schöne (Oberon) sind jedenfalls in einer Drehpause von "Shakespeares letzte Runde" alles andere als ein zänkisches Paar.

Im Nobelrestaurant "The Globe" ist jeder Tisch 'ne Bühne, auf der deutsche Schauspieler Szenen aus Shakespeares Stücken spielen. Berliner Huldigung zum Shakespeare-Jahr.

"Die ganze Welt ist Bühne und alle Fraun und Männer bloße Spieler", heißt es in "Wie es euch gefällt". "Sehen und gesehen werden" ist denn auch die Devise des höchst prominent besetzten Theaterfilms "Shakespeares letzte Runde", den Achim Bornhak zum 400. Todestag (03. Mai) des Schwans von Stratford inszenierte. Im (fiktiven) Nobelrestaurant "The Globe" nehmen Reiner Schöne und Iris Berben als Filmmogul Oberon und dessen Gattin Titania Platz, Macbeth ist Berliner Verteidigungsminister, und der Erdgeist Puck hat sich als Dealer im Keller des Lokals verschanzt, um von dort aus der bevorstehenden Schließung des "Globe" zu trotzen.

Auf diese TV-Premiere folgt um 23.35 Uhr die Dokumentation "Ist Shakespeare tot?" (USA, 2015), frei nach dem eben auf Deutsch erschienenen Buch von Mark Twain, das 1909 beweisen wollte, dass der Mann aus Stratford nicht der wahre Shakespeare sei. An Originalschauplätzen in England und Frankreich gedreht, macht die Dokumentation deutlich, dass die Werke Shakespeares zwar zeitlos gültig sind, die Frage der Autorschaft aber bis heute ungeklärt geblieben ist.

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