„Navy CIS“-Ableger

Crimeserie „Bull“: Ab Januar beim Pay-Sender 13th Street

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Schon jetzt ein Fan der Serie: Fernsehrichter Alexander Hold (rechts) zeigt sich von der „Bull“-Premiere in München sehr beeindruckt.

Nicht nur Fernsehrichter Alexander Hold ist bereits ein Fan: Die vielgerühmte Crimeserie „Bull“ startet am 11. Januar beim Pay-Sender 13th Street.

Es ist ein faszinierender Einblick in die Geheimpraktiken des US-Rechtssystems. Eine Geschichte aus der Welt der oft skrupellos auf Erfolg getrimmten Staranwälte, die selbst dem aus unzähligen Prozessen gestählten Fernsehrichter Alexander Hold den Atem raubt. Die neue US-Crimeserie „Bull“, die der Pay-Sender 13th Street ab Mittwoch, 11. Januar, exklusiv jeweils wöchentlich zur besten Sendezeit um 20.13 Uhr zeigt, blickt hinter die Kulissen des amerikanischen Gerichtswesens, wo psychologisch geschulte Profis nichts dem Zufall überlassen.

Serienheld ist der von Publikumsliebling Michael Weatherly (bislang in über 300 „Navy CIS“-Folgen zu sehen) gespielte „Prozessberater“ Dr. Jason Bull. Er steuert nicht nur ein mehrköpfiges Team, sondern gebietet über eine Computer-gestützte Ausspäh-Maschinerie, die so manchen NSA-Ermittler neidisch machen würde. Bulls Ziel: Er möchte vor jedem Prozessauftakt möglichst genau wissen, wie sich die berühmt-berüchtigten zwölf Geschworenen des US-Rechtssystems zusammensetzen, was sie fühlen, was sie ablehnen, wie sie ticken - und wie sie sich aller Voraussicht nach entscheiden werden.

Diese perfiden Dienste, für die Bull schamlos detailliert die Vorgeschichten der Betroffenen ausspionieren und in einer sorgfältig ausgewählten „Spiegel-Jury“ durchspielen lässt, stellt der promovierte Psychologe dem Anwaltsteam kostenpflichtig zur Verfügung. Die hochbezahlten Verteidiger sollen mit diesem Wissensvorsprung die Jury (und mittelbar die Fernsehzuschauer vor den Bildschirmen) gezielt manipulieren und so mehr oder weniger hoffnungslose potenzielle Straftäter vor Gericht herausboxen.

Für die Deutschland-Premiere der neuen Serie, die in den USA bereits grünes Licht für eine gesamte Staffel bekommen hat, lud der ausstrahlende Sender 13th Street in die Hochschule für Fernsehen und Film nach München ein. Vor ausverkauftem Haus riss „Bull“ die mehrheitlich vertretenen Fans von Krimi- und Actionserien durchaus mit. Und auch der aus SAT.1 bekannte Richter Hold zeigte sich beeindruckt: „Die Serie zeigt wie keine andere, wie beeinflussbar der Mensch doch ist“, sagte der Stargast am Premierenabend in München. „Auch hier in Deutschland macht sich jeder Verteidiger Gedanken darüber, wie sein Mandant am besten wegkommt.“ Vor Big-Data-Schnüffelattacken sei das hiesige Rechtssystem, das lediglich bei bestimmten Prozessen Laien-Richter zulässt, die Geschworenen-Praxis aber (zum Glück) nicht kennt, seiner Einschätzung nach bislang aber noch weitgehend gefeit. Wer kein Pay-TV-Abonnement hat, muss sich noch etwas gedulden. Voraussichtlich ab Herbst wird „Bull“ auch bei ProSieben zu sehen sein.

tsch

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