Der ESC revolutioniert die Abstimmungsregeln

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Mans Zelmerlöw gewann im vergangenen Jahr den ESC - und holt die Show dieses Jahr in seine schwedische Heimat. Dann gelten erstmals neue Regeln bei der Abstimmung.

"Germany - twelve Points" - diesen selten gehörten Satz könnte es beim ESC in Zukunft, zumindest theoretisch, gleich zweimal pro Ländervoting geben.

Denn der größte Sangeswettbewerb der Welt ändert seine Regeln. Bislang hat jedes Land bei der Endabstimmung nur einmal Punkte vergeben; sie setzen sich zu gleichen Teilen zusammen aus den Ergebnissen der Zuschauerabstimmung und dem Abstimmergebnis der Jury. Oft stand dabei in den vergangenen Jahren der Gewinner allerdings bereits fest, bevor alle Länder ihre Stimmen übermittelt hatten, da der Abstand zum Zweitplatzierten uneinholbar groß war. Das wollen die Verantwortlichen des Wettbewerbs nun mit der größten Regeländerung seit mehr als 40 Jahren ändern. In Zukunft verkündet jedes Land zuerst die Jury-Ergebnisse. Sind alle 43 Länder damit durch, beginnt die Punkterunde von Neuem, diesmal mit den Ergebnissen des Zuschauervotings. Um Spannung zu erzeugen, wird in dieser Runde mit dem Land begonnen, das die wenigsten Punkte von der Jury erhalten hat. "Der neue Weg, die Abstimmungsergebnisse zu präsentieren, ist ein großer Schritt nach vorne, sowohl um die Fernsehshow besser zu machen als auch um den Wettbewerb spannender zu gestalten", erklärt Jon Ola Sand, bei der European Broadcasting Union verantwortlich für den ESC. "Das neue System garantiert, dass derjenige Song zwölf Punkte bekommt, der bei der Publikumsabstimmung am beliebtesten ist - unabhängig vom Jury-Ergebnis." Länger soll das Abstimmungsverfahren laut Aussage der Verantwortlichen dadurch übrigens nicht werden. Das neue System wird erstmals zum Finale am Samstag, 14. Mai, in Stockholm zum Einsatz kommen - in jener Stadt also, in der 1975 die Zwölf-Punkte-Regel eingeführt worden war.

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