Bibi & Tina - Mädchen gegen Jungs

Von Rap-Battles und Schatzsuchen

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Tina (Lisa-Marie Koroll, links) und Bibi (Lina Larissa Strahl) bieten den Jungs auch bei einem Rap-Battle die Stirn.

Das fröhlich-bunte Popdrama „Bibi und Tina - Mädchen gegen Jungs“ überzeugt wieder mit Hilfe starker Songs und dem altbewährten Erfolgsrezept, das nun jedoch die Jungs noch stärker mit einbezieht.

Die mittlerweile ein wenig angestaubten „Bibi und Tina“-Kassetten waren lange Zeit nicht aus den Haushalten deutscher Familien wegzudenken. Detlev Buck hat die Freundinnen wiederbelebt und innerhalb von gerade einmal zwei Jahren mit seinen beiden frech-frischen „Bibi-und-Tina“-Verfilmungen die Herzen der Mädchen zwischen sechs und 14 Jahren im Sturm erobert. Mit seinem dritten Teil versucht Buck auch die Jungs verstärkt anzusprechen: „Bibi und Tina - Mädchen gegen Jungs“ (2015) lautet sein jüngster Geniestreich. Neben einigen Aspekten des Geschlechterkampfes fährt Buck diesmal auch noch YouTube-Star Phil Laude von Y-Titty als Bösewicht auf. Mit Erfolg: Rund zwei Millionen Besucher sahen den Film im Kino, nun erfolgt die Auswertung auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

Sommercamp auf Schloss Falkenstein. Schüler einer internationalen Partnerschule aus Berlin treffen auf die Falkensteiner Landpomeranzen. Eine Geocaching-Schatzsuche lässt schließlich die vermeintlich kleinen Unterschiede für viel heißes und böses Blut sorgen.

Einer der Gäste, Urs Nägeli (Phil Laude), will um jeden Preis die Schatzsuche gewinnen. Der ehrgeizige Kotzbrocken scheut sich auch nicht, mit unfairen Mitteln zu kämpfen. Doch so leicht lassen sich Bibi (Lina Larissa Strahl) und Tina (Lisa-Marie Koroll) nicht besiegen.

Und auch der Dritte in ihrem Schatzsuche-Team „Die Hotten Hühs“, der französische Austauschschüler François Truffaut (Tilmann Pörzgen), ist nicht gerade ein typischer Vertreter seines Geschlechts. Gleich zu Beginn zeigt er sich verzaubert von Bibis gar nicht so klassisch mädchenhaftem, schlagkräftigem Einsatz beim Rugby.

Nicht so dagegen Supermacho Urs, der erst einmal Tinas Freund Alex (Louis Held) auf seine Seite zieht und ihm mit unsinnigen Vorurteilen über Mädchen das Hirn verkleistert. Die Animositäten zwischen Bibi und Urs gipfeln in dem titelgebenden, herausragend choreographierten Rap-Battle „Mädchen gegen Jungs“.

Wieder einmal gelingt es Buck, einen mitreißenden Familienfilm auf die Beine zu stellen, bei dem sich Mama und Papa ähnlich gut amüsieren wie ihre Kinder. Cineastische Anspielungen finden hier ebenso Platz wie die Auseinandersetzungen mit vermeintlichen Geschlechterunterschieden und dem Thema Liebe. Es wird oft gesungen und es gibt ein paar herrlich absurde Slapstikeinlagen, die tatsächlich Lust auf den vierten und vermutlich letzten „Bibi und-Tina“-Film machen, der bereits gedreht wird und „Tohuwabohu total“ heißen wird.

tsch

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