Miriam Pielhau

Optimistisch bis zum Schluss

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Miriam Pielhau verstarb im Alter von 41 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Tapfer, hoffnungsfroh und öffentlich stellte sich Miriam Pielhau dem Krebs. Nun hat die Moderatorin den Kampf gegen die Krankheit mit nur 41 Jahren verloren.

Lange Zeit konnte Miriam Pielhau auf ihrer steilen Karrierestrecke quer durch die private Senderlandschaft nichts aufhalten: Die kesse Heidelbergerin mit deutsch-iranischen Eltern wirbelte von einem Auftraggeber zum nächsten und zog unter anderem bei RTL II („Big Brother“), ProSieben („taff“), SAT.1 („Weck up“), RTL („Entern oder kentern“) und dem Tele-5-Kinomagazin die Blicke auf sich. Im Frühjahr 2008 ereilte sie eine medizinische Hiobsbotschaft, die Diagnose lautete Brustkrebs. Die glücklich überstandene Operation und die anschließende Therapie beschrieb die Wahl-Berlinerin in ihrem Selbsthilfe-Buch „Fremdkörper“. Wie erst später bekannt wurde, kehrte die Krankheit 2015 zurück. Wieder verarbeitete sie die Therapieerfolge in einem Buch („Dr. Hoffnung“). Doch diesmal war der Kampf vergebens: Miriam Pielhau verstarb am Dienstag im Alter von 41 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Das gab ihr Management bekannt.

„Weitere Erklärungen werden hierzu nicht abgegeben“, heißt es in der Mitteilung. „Aus Rücksichtnahme auf die Familie, insbesondere auf Miriam Pielhaus Tochter“, bitte man um den Schutz der Privatsphäre.

Miriam Pielhau hinterlässt eine vierjährige Tochter und deren Vater, den Musiker Thomas Hanreich, von dem sich die Moderatorin 2013 trennte. Die Geburt ihres Kindes hatten beide im Jahr zuvor noch als ein Wunder gefeiert, an das sie nicht mehr zu hoffen gewagt hatten.

Den Kampf gegen den Krebs führte Pielhau, die 2004 die Tsunamikatastrophe im thailändischen Khao Lak überlebt hatte, auch der Tochter zuliebe mit großer Entschlossenheit und Hoffnung: „Ich will für sie leben, will sehen, wie sie groß wird“, bekräftige sie in einem im März erschienenen Interview mit der Zeitschrift „Gala“: „Ich kann sie doch nicht allein lassen! Ich habe zu Gott gebetet: Du schenkst mir dieses zauberhafte Kind - und dann soll ich sterben? Das macht keinen Sinn.“

„Entweder Angst - oder optimistisches Urvertrauen ins Leben. Da wähle ich lieber die zweite Möglichkeit“: Dieses Motto formulierte die auch als Schauspielerin aktive Heidelbergerin im selben Interview. Dem kann man nur beipflichten. Auch wenn Miriam Pielhau ihr Leben nun viel zu jung verloren hat.

tsch

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