The Huntsman & The Ice Queen

Nicht einmal ein Skandal

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Geballte Star-Power: Die Fantasy-Abenteuer-Fortsetzung „The Huntsman & The Ice Queen“ versucht mit Namen wie Charlize Theron (links), Emily Blunt (rechts), Chris Hemsworth und Jessica Chastain zu punkten.

„The Huntsman & the Ice Queen“ will die im Vorgänger von Kirsten Stewart gespielte Snow White vergessen machen. Mit Emily Blunt und Jessica Chastain sollte das doch gelingen ...

Das Interessanteste an der Schneewittchen-Verfilmung „Snow White & The Huntsman“ von 2012 war der waschechte Skandal hinter den Kulissen, als Hauptdarstellerin Kristen Stewart beim Knutschen fotografiert wurde - mit dem verheirateten Regisseur des Films, Rupert Sanders. An der Fortsetzung „The Huntsman & The Ice Queen“ (2016) arbeiteten nun weder Sanders noch Stewart mit. Ergebnis: ein skandalfreier Film inklusive einer mit Mühe auf Spielfilmlänge gestreckten Story, halbgaren Schauspielleistungen, aber immerhin ansehnlichen Schauwerten. Das reicht nicht für gute Unterhaltung, und auch nicht für gute Besucherzahlen im Kino. Nun erfolgt die Auswertung auf DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D und als Video-on-Demand.

Ein Teil der Besetzungsliste blieb gleich: Chris Hemsworth ist wieder der titelgebende Huntsman, Charlize Theron spielt erneut die ebenso böse wie listige Königin Ravenna. Und mit dem Geld, das eigentlich für Kristen Stewart eingeplant gewesen war, füllte man den Cast nicht minder prominent: Emily Blunt gibt Freya, die Schneekönigin und Schwester von Ravenna, Jessica Chastain schlüpft in die Rolle der Sara, auf die der Huntsman ein Auge geworfen hat.

„The Huntsman & The Ice Queen“ soll Prequel und Sequel zugleich sein, sich also um die Ereignisse im ersten Film drehen - und Snow White dabei außen vor lassen. Der Film setzt bei der Einführung der Schneekönigin Freya ein. Die zieht sich nach einem bitteren Verrat vom Hofe ihrer Schwester zurück, um ein eigenes, eisiges Königreich zu errichten. Wer es hier schafft, die überdeutliche Parallele zu Disneys Animationshit „Frozen“ auszublenden, kann sicher auch über den arg küchenpsychologischen Ansatz hinwegsehen, der die Verbitterte das wichtigste Gesetz in ihrem Königreich aufstellen lässt: Liebe ist verboten.

Das schlimmste Übel des Films aber ist seine Unentschlossenheit: Der im Vorgänger noch für die visuellen Effekte verantwortliche Cedric Nicolas-Troyan findet als Regisseur keinen schlüssigen Rhythmus. So ist „The Huntsman & The Ice Queen“ ein Stückwerk aus mehreren mehr oder minder gelungenen Filmfassungen, das abgesehen von ein paar hübschen Bildern nichts hinterlässt, woran man sich erinnert. Nicht einmal einen kleinen Skandal.

Heimkinofans aufgepasst: Am 6. Oktober erscheint der sechs Minuten längere Extended Cut auf Blu-ray Disc und Ultra-HD Blu-ray und zudem noch die UHD-BD von „Snow White & The Huntsman“.

tsch

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