Neue ZDF-Doku nährt Zweifel am Selbstmord der NSU-Terroristen

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Die neue ZDF-Doku "Tod im Wohnmobil - Wie starben die NSU-Terroristen wirklich?" stellt fest, dass der Tod der NSU Terroristen Uwe Mundlos (links) und Uwe Böhnhardt - hier auf einem aus dem Jahr 2004 stammenden Urlaubsbild mit Beate Zschäpe - anders abgelaufen sein könnte, als es die Ermittler zu Protokoll gaben.

Bisher ging man davon aus, dass die beiden NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos am 4.

November 2011 durch Selbstmord starben. Die vom Journalisten Rainer Fromm für das ZDF produzierte 45 Minuten lange Dokumentation "Tod im Wohnmobil - Wie starben die NSU-Terroristen wirklich?" sät jedoch Zweifel bezüglich des Endes des rechten Terrors, der zehn Menschen das Leben kostete. Im Film werden zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten der Ermittlungen in Frage gestellt. Beispielsweise sollen nur wenige Sekunden zwischen jenem Schuss liegen, der Böhnhardt tötete, und dem Schuss, mit dem sich Mundlos selbst umbrachte und dabei auch noch das Feuer im Wohnmobil legte. Ein Szenario, das kaum realistisch erscheint, sagen die Filmemacher. Auch die Tatsache, dass die Polizei den Tatort sehr viel schneller räumen ließ als üblich - und das bei der damals bereits bekannten Tragweite des Falles -, sorgte bei den Rechercheuren für Unbehagen. "Tod im Wohnmobil - Wie starben die NSU-Terrorsiten wirklich?" ist ab sofort in der ZDF Mediathek abrufbar. Auf ZDFinfo kann man den Film am Dienstag, 24. Mai, 1.05 Uhr, und am Mittwoch, 25. Mai, 15.00 Uhr, auch im Fernsehen verfolgen.

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