Moonwalkers

Als die NASA in London auf dem Mond landete

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Kidman (Ron Perlman, links) ist CIA-Agent, Jonny (Rupert Grint) ein Londoner Bandmanager. Chaoten sind sie beide.

Ein französischer Regisseur schickt einen US-Agenten nach London, um die erste bemannte Landung auf dem Mond filmen zu lassen: „Moonwalkers“, nicht nur für Verschwörungstheorikter ein Spaß, kommt ins Heimkino.

Nach einer wilden Nacht in London mit viel Gras und Acid wacht Kidman (Ron Perlman) halbnackt zwischen einem Haufen Junkys, Exzentriker, Künstler und Hippies auf. Dies ist der Moment in „Moonwalkers“ (2015) da alles danach aussieht, als sei die Mission des CIA-Agenten Kidman gescheitert. Jetzt kann nur noch ein Wunder helfen. Oder Neil Armstrong.

Die Frage beschäftigt Verschwörungstheoretiker seit Jahrzehnten: Landeten die Amerikaner 1969 wirklich auf dem Mond, oder war alles nur ein großer Fake? Rund um die berühmte „Apollo 11“-Mission hat der französische Regie-Debütant Antoine Bardou-Jacquet eine skurrile Komödie gestrickt, die hierzulande als DVD-, Blu-ray und Video-on-Demand-Premiere erscheint, sich aber auch im Kino gut gemacht hätte.

Die Chancen, dass die erste bemannte Reise zum Mond erfolgreich verläuft, lägen bei 30 Prozent, schätzen NASA-Experten zu Filmbeginn. Also schicken sie den erfahrenen Agenten Kidman nach London, um Stanley Kubrick aufzuspüren. Der gefeierte Filmemacher, der gerade „2001: Odyssee im Weltraum“ gedreht hat, soll binnen einer Woche eine glaubwürdige Landung auf dem Erdtrabanten inszenieren. Nur um sicherzugehen: Schließlich will sich die NASA im Wettlauf zum Mond gerade gegenüber der Sowjetunion keine Blöße geben.

Ob Kidman aber tatsächlich der Richtige für den heiklen irdischen Teil der Mission Mondlandung ist? Die Sache beginnt denkbar schlecht: In London angekommen, übergibt er den prall gefüllten Geldkoffer an den chaotischen Bandmanager Jonny (Rupert Grint, „Harry Potter“) und einen dauerkiffenden Wirrkopf (Robert Sheehan), den Kidman tölpelhafterweise mit Stanley Kubrick verwechselt. Den CIA-Mann erwartet in der Folge Stress pur, der Zuschauer hingegen darf sich auf ausgesprochen unterhaltsame eineinhalb Stunden freuen.

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