How to Be Single

Männer verzweifelt gesucht

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Vier Frauen und viele Männer: „How To Be Single“ ist eine vorhersehbare, weil hollywoodeske Beziehungskomödie, konzipiert für den typischen Mädelsabend.

In der gutgelaunten Beziehungskomödie „How To Be Single“ des deutschen Regisseurs Christian Ditter taumelt Shootingstar Dakota Johnson recht glücklos durchs Single-Leben.

Die Erfolgsserie „Sex & The City“ war bahnbrechend für unzählige Filme, in denen die Frauen selbstbestimmt ihr Liebesding durchziehen - etwa in „Dating Queen“ (2015) mit Amy Schumer. Doch klar: Am Ende soll es die eine, große Liebe sein, die das Schicksal bitte bereithalten möge. Auch „How To Be Single“ (2016) folgt dieser bekannten Dramaturgie des hochemotionalen Hollywood-Frauenfilms. Mit einer Million Besucher in den Lichtspielhäusern ein solider Erfolg, erscheint der Film nun fürs Heimkino.

Seit vier Jahren ist Alice (Dakota Johnson) schon mit ihrem Freund zusammen. Zeit für eine Auszeit, um die Leidenschaft zu beleben und all die Dinge zu tun, die im Dickicht der Beziehung nicht möglich schienen. Also bricht sie auf nach New York, heuert in einer Kanzlei an und findet gleich Anschluss bei ihrer aufgedrehten Kollegin Robin (Rebel Wilson), einem überzeugten Single.

Alice kommt nach anfänglichen Höhepunkten nicht mehr mit dem Single-Dasein zurecht und ist insgeheim schon wieder auf der Suche nach einer richtigen Beziehung. Ebenso wie Lucy (Alison Brie), die zwanghaft versucht, den Mann fürs Leben über Dating-Portale zu finden. Alice' Schwester Meg (Leslie Mann), ist hingegen überzeugter Single mit Kinderwusch - geht ja problemlos über Samenspende. Am Ende kommt natürlich alles anders, und nach vielen enttäuschten Erwartungen kommt Alice schließlich zu einer vorhersehbaren Erkenntnis: dass man erst mit sich allein zurechtkommen muss, um zu zweit glücklich sein zu können.

So weit, so originell. Die Story, die der deutsche Regisseur Christian Ditter („Love, Rosie - Für immer vielleicht“, 2014) in bester Hollywood-Manier inszeniert hat, basiert auf dem gleichnamigen Besteller von Liz Tuccillo, die auch schon bei der Kultserie „Sex & The City“ mit an Bord war und ein Faible hat für humorvolle Beziehungsgeschichten.

Dakota Johnson gibt sich in „How To Be Single“ eher brav und konventionell. Ihr Äußeres wird natürlich trotzdem reizvoll in Szene gesetzt. Rebel Wilson indes hat sich jeglicher Hemmungen entledigt und gibt der Story einen derben Hau-Drauf-Touch, der sich an der Grenze des guten Geschmacks bewegt. Nichtsdestotrotz kann der Film mit einzelnen, sehr gelungenen Dialogen punkten.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

tsch

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