Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft

Klein mit großer Klappe

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„Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ verpflanzt das Genre der Schrumpfkomödie an die Schule.

In dieser Komödie müssen ein Schüler und seine verhasste, plötzlich geschrumpfte Lehrerin ein unfreiwilliges Team bilden.

Ein Perspektivwechsel gehört zu den heilsamen und wichtigen Erfahrungen. Auch deshalb werden im Film besonders gern Menschen in Winzlinge verwandelt. Als solche dürfen sie dann nachts im Museum Abenteuer erleben oder durch den Körper reisen. In der deutschen Komödie „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ (2015) lernt eine unausstehliche Schuldirektorin in einer witzigen und abenteuerlichen Geschichte etwas für ihr Leben als Pädagogin dazu. Knapp eine Million Besucher sahen den Film im Kino, nun erfolgt die Auswertung auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

Entgegen seines Nachnamens ist Felix Vorndran (Oskar Keymer) einer, der abgehängt wurde. Der Elfjährige ist bereits von mehreren Schulen geflogen und bekommt jetzt in einer etwas anderen Erziehungsanstalt seine letzte Chance.

Mit seinem chaotischen Vater Peter (Axel Stein) kommt er schon am ersten Schultag zu spät zur Direktorin Dr. Schmitt-Gössenwein (Anja Kling). Diese gibt ihm eisig zu verstehen, dass sie nicht glaube, dass er die dreimonatige Probezeit überstehen werde. Auch im Unterricht erweist sich „Schmitti“ als Mathematiklehrerin äußerst unangenehm und fies zu ihm.

Als neuer Schüler muss sich Felix beweisen, um „dazuzugehören“, riskiert damit aber wieder einen Rausschmiss. Er lässt sich auf eine riskante nächtliche Aktion im Schulgebäude ein. Dabei geht alles schief, denn „Schmitti“ ist auch noch da und frönt ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Korrigieren von Klassenarbeiten. Felix wird erwischt, und der Ärger ist groß ... - oder dann doch nicht mehr ganz so groß, denn die wild Schimpfende misst plötzlich nur noch 15 Zentimeter.

Felix weiß selbst nicht genau, was passiert ist, muss sich aber um das nun eher konfuse kleine Wesen kümmern, das sich in seinem Rucksack versteckt. Das Schrumpfen der Lehrerin sorgt für jede Menge Gags: Alltägliches wie der Toilettengang, Essen und Kleiderkauf werden zum Problem. Trotzdem rutscht der Film nicht allzu sehr in Slapstick ab, sondern behält die Emotionen im Blick.

Lehrerin-Darstellerin Anja Kling erweist sich als echter Glückgriff. Sie hat die verschiedenen Facetten schauspielerisch im Griff, kann nerven, aber auch Sympathie wecken, wenn „Schmitti“ von ihrer Leidenschaft für die Wissenschaft erzählt. Ein kleiner Wermutstropfen der in den Hauptrollen gut besetzten Komödie sind die Kinderdarsteller in den Nebenrollen, die nicht alle überzeugen können. Die Zielgruppe wird das nicht allzu sehr stören.

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