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Kino-Neustarts: Fiese Muttis, Multi-Kulti-Western und Snowden

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„Snowden“

Donnerstag ist Kino-Tag. Bei nordbuzz findet Ihr alle Infos, Trailer und Kritiken zu den Neustarts in unserem Kino-Modul.

„Snowden“ - Kein Held

Den Ausgang der Geschichte kennt jeder, der sich nur ansatzweise mit Medien und Politik befasst: Whistleblower Edward Snowden veränderte mit seinem unfassbaren NSA-Datenleak die Welt; führte eine staatliche Überwachung in einem Ausmaß vor Augen, die man zuvor als wilde Verschwörungstheorie abgetan hätte. Dafür setzte der heute 33-Jährige, der seit drei Jahren im russischen Exil wohnt, nicht weniger als sein Leben aufs Spiel. 

Snowden-Darsteller im Interview 

Gordon-Levitt: „Edwards Risiko darf nicht umsonst sein“

Wie es im Detail dazu kam, wäre noch vor Kurzem als hochspannender Politthriller durchgegangen, über dessen konstruierten Spannungsbogen man milde gelächelt hätte. Doch der atemberaubende Plot ist so real, dass ihn kein anderer ins Kino bringen konnte als der große cineastische Betrachter der US-Geschichte: Mit einem fantastischen Joseph Gordon-Levitt in der Hauptrolle inszeniert Oliver Stone "Snowden" als mitreißend-intimes Polit-Biopic.

Weiterlesen: Zur vollständigen Rezension von „Snowden“ geht es hier lang.

„Die glorreichen Sieben“ - Multi-Kulti in Wild-West

Remakes bestimmen das Filmgeschäft derart, dass mittlerweile sogar das kulturpessimistische Dauerlamento darüber langweilt - egal ob angesichts von Enttäuschungen wie "Ben-Hur" angemessen oder nicht. Kaum ausbleiben wird es auch bei Antoine Fuquas Neuauflage des Western-Klassikers "Die glorreichen Sieben" - wagt sich der US-Regisseur damit doch an ein Genre-Heiligtum. 

Eines, das 1960 ironischerweise seinerseits bereits als Adaption des japanischen Films "Die Sieben Samurai" veröffentlicht wurde. Hollywood, so die Botschaft, speiste sich immer aus Zitaten, Kopien und Ehrerweisungen. Meist kann man diese Remakes einfach ignorieren. Und manchmal gelingen sie eben so selbstironisch und spannend wie die dritte Version der zeitlosen Geschichte, die Fuqua nah am Original als brutal-spaßiges Multikulti-Abenteuer inszeniert.

Weiterlesen: Zur vollständigen Rezension von „Die glorreichen Sieben“ geht es hier lang.

„Bad Moms“ - Kampf der Supermamas

Amy Mitchell (Mila Kunis) hangelt sich von Elternabend zu Business-Meeting, ist liebevolle Mutter und erfolgreiche Karrierefrau - und das mit Anfang 30. Kein Wunder also, dass so manches dabei auf der Strecke bleibt. Bis sie eines Tages genug davon hat und hinschmeißt: Zusammen mit ihren Freundinnen Kiki (Kristen Bell) und Carla (Kathryn Hahn) gründet sie die "Bad Moms" und lässt ab sofort all ihre Pflichten sausen. 

Die Regisseure Jon Lucas und Scott Moore, die schon die Drehbücher zur "Hangover"-Trilogie verfassten, bringen mit "Bad Moms" zwar eine unterhaltsame Komödie an den Start, die sich vom ewigen Hollywood-Happy-End mit Traumhochzeit abwendet. Dennoch bleibt sie zu gewöhnlich, um ein richtiger Knaller zu werden.

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