Discovery Networks studiert Zielgruppen

Real-Life-TV: Kenne deinen Zuschauer!

+
„Factual Enthusiasts“ stehen laut der Studie „Die Welt jenseits von Fiction“ auf den Discovery-Sender DMAX. „Steel Buddies“ mit Michael Manousakis trifft genau den Geschmack dieser Zielgruppe, für die Themen wie Abenteuer, Survival, Motor oder auch Action sehr wichtig sind.

Discovery Networks wollte es genau wissen: Wer sind die Real-Life-TV-Zuschauer in Deutschland?

Man nennt sie neudeutsch „OTT-Youngsters“ und „Information Seekers“: Die einen sind jung, hip und konsumieren eigentlich alle Arten von Medien, die anderen sind typische Bildungsbürger, die sich viele Nachrichten- und Dokuformate im TV ansehen. Diese beiden Zuschauertypen haben eines gemeinsam: Sie ziehen Real-Life-Formate Fiction-Inhalten vor. Über 50 Prozent ihres Fernsehkonsums beschäftigen sie sich mit so genannter Non-Fiction wie Sport, Talk oder Nachrichten.

Diese „Real-Life-Seher“ machen 44 Prozent der Fernseh-Zuschauer aus und sind damit alles andere als eine Nischenzielgruppe. Genau das macht sie für ein Unternehmen wie Discovery Networks Germany attraktiv, bedienen doch die Discovery-Sender DMAX, Eurosport und TLC eben diese Bedürfnisse nach Non-Fiction. Aus diesem Grund gab Discovery bei TNS Infratest eine Studie in Auftrag, die die Liebhaber von Real-Life-Formaten einmal näher betrachten sollte.

Am Dienstag stellte Discovery Networks Germany die Ergebnisse der Studie „Die Welt jenseits von Fiction“ mit 5.000 Teilnehmern im Alter von 18 bis 69 in München vor. Die große Frage war: Wie ticken die Menschen, die über die Hälfte ihres Fernsehkonsums mit Non-Fiction oder, wie die Studienverantwortlichen es genannt haben, Real-Life-Formaten abdecken?

Neben den bereits genannten Mediennutzern wurden die Teilnehmer noch in vier weitere Gruppen eingeteilt: Für das Unternehmen sind vor allem die „Multimedia Freaks“ - selbstbewusst, beruflich sehr erfolgreich, vor allem an Dokus und Sport interessiert -, und die „Social Entertainees“ - schauen am liebsten in Gesellschaft fern und schätzen vor allem Talk- und Unterhaltungsshows - interessant. Die „Social Entertainees“ haben laut Studie ein großes Stammseherpotenzial und pflegen ein vielseitiges Netzwerk an Kontakten, mit welchem sie ihre Lieblingsprogramme teilen. Diese Gruppe ist ein Traum für jeden Fernsehsender, da sie für die Verbreitung des Programms sorgen.

„Das Marketing wird sich wahrscheinlich vor allem auf diese Zielgruppe ausrichten, weil sie für ein eventuelles Wachstum sehr wichtig ist“, bestätigt auch Sonja Schnierer von Discovery Research. Schnierer erklärt außerdem: „Die 'Multimedia-Freaks' wiederum sind genau die Zuschauer, die wir bei Eurosport haben wollen, da sie eine sehr attraktive Zielgruppe darstellen.“ Attraktiv heißt hier, dass die „Multimedia Freaks“ aufgrund ihres hohen Einkommens auch für Werbekunden sehr interessant sind. „Immer wenn ab jetzt Initiativen und Ideen für neue Formate aufkommen, können mit diesen Ergebnissen sehr schön bestimmen, welcher Nutzertyp genau angesprochen werden soll“, so Schnierer.

Insgesamt ist man bei Discovery aber sehr zufrieden mit der bisherigen Programmaufstellung: „Für mich war es sehr wichtig zu sehen, dass die Real-Life-Welt von uns bisher schon sehr gut abgedeckt ist“, so Schnierer. Am schwierigsten zu fassen sind wohl die „OTT-Youngsters“, die zugleich Nachrichten im TV schauen, Filme im Internet streamen und ein Netflix-Abo besitzen. Die Herausforderung für Discovery ist ähnlich wie bei allen anderen Fernsehsendern: Wie sichere ich mir diese jungen Zuschauer, um zukunftsfähig zu bleiben? „Ich glaube das wird ganz schön schwierig. Aber immerhin, diese Gruppe hat trotz Internet immer noch eine große Affinität zum linearen TV“, meint Schnierer. Eine konkrete Antwort auf die Frage, wie man diese jungen Hippen aber wirklich dauerhaft für sich gewinnen will, hat man auch bei Discovery noch nicht.

tsch

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren