Angry Birds - Der Film

Immer schön wütend bleiben

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Ganz schön wild: Das Computer- und Smartphonespiel „Angry Birds“ wurde zum 90-minütigen Spielfilmspektakel.

Vögel gegen Schweine: Das überaus erfolgreiche Smartphone- und Computerspiel „Angry Birds“ lässt es als knallbunter Animationsfilm im Heimkino krachen - bis die Augen bluten.

Falls es jemanden gibt, der das Spiel „Angry Birds“ nicht kennt, es funktioniert so: Man packt ein paar Vögel in eine Schleuder, visiert das Ziel an und lässt sie fliegen. Beim Aufprall zerstören die gefiederten Wutbürger die Festungen fieser Schweine, die ihre Eier geklaut haben. Als perfekte Daddelei für alle, die nicht nichts tun können, wurde das Mini-Game zum Mega-Erfolg. Weil Cross-Marketing mittlerweile zum guten Ton gehört, gibt es inzwischen einen Film zum Spiel - eine hysterische Kakofonie aus Farben und Gezappel. Weit über eine Million Besucher lockten die „Angry Birds“ (2016) in die deutschen Kinos, nun folgt die Auswertung auf DVD, Blu-ray Disc, Blu-ray 3D und als Video-on-Demand.

Kann ein Spiel wie „Angry Birds“ als Spielfilm funktionieren? Irgendwie schon, wenn man sich darauf einlässt, 90 Minuten lang bombardiert zu werden. Ständig passiert irgendetwas, immerzu wird das Spektakel-Level gesteigert, Farben, Formen und Schnittfrequenz bringen das Herz zum Rasen. Das Entwicklerstudio Rovio konzentrierte sich ganz auf die optische Umsetzung und setzte bei der Story auf Altbewährtes.

Wie im Spiel geht's auch im Film um den Kampf zwischen netten Vögeln und dummen Schweinen. Statt einer weitgehend anonymen Vogelschar steht eine kleine Gruppe von Wutvögeln im Mittelpunkt, angeführt vom Choleriker Red. In der deutschen Fassung leihen unter anderem Christoph Maria Herbst, Axel Stein und Axel Prahl den Vögeln ihre Stimme.

Red ist im Gute-Laune-Paradies der Vögel ein Außenseiter, hat als einziger keine rosarote Brille auf, sondern den Durchblick. Als die Insel des friedfertigen Federviehs Besuch von einem Schiff voller grüner Schweine bekommt, schwant ihm Böses. Bevor Red mit seinen Kumpels Chuck und Bombe die fiesen Pläne der unliebsamen Gäste aufdecken können, müssen sie den „Mächtigen Adler“ finden, dessen Hilfe sie dringend brauchen.

Wer „Angry Birds“ durchstehen will, muss öfter mal tief durchatmen. Es ist beileibe nicht so, dass der Film unsympathisch daherkommt, er will allerdings nicht stillhalten. Irgendwie folgt dies aber auch einer Logik: Auch das Spiel, dieses ständige Vogel-Geballer, setzt eine Grundunruhe voraus. Wer sich „Angry Birds“ auf das Smartphone lädt, verzichtet freiwillig auf Ruhepausen. Wer sich den Film dazu anschaut, sollte nichts anderes erwarten.

tsch

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