Immer mehr "Tatort"-Zuschauer twittern

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Ganze 47 Leichen zählte der "Tatort: Im Schmerz geboren" mit Ulrich Tukur. Wohl deshalb wurde er bei Twitter mehr diskutiert als jeder andere Fall der Krimireihe.

Nur Zuschauen reicht vielen "Tatort"-Fans offenbar nicht mehr: Sie wollen das Krimigeschehen live bei Twitter kommentieren.

Mehr als 73.000 Twitter-Nutzer haben in den vergangenen drei Jahren mindestens einen #Tatort-Tweet abgesetzt. Die Tendenz ist steigend: Wurden 2013 noch rund 6.000 Tweets pro "Tatort"-Folge abgesetzt, ist die Zahl für dieses Jahr bereits auf über 9.300 gestiegen. Das ergab eine Studie im Auftrag des BR-Fernsehens. Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren 930.000 Tweets mit dem Hashtag "#tatort" abgesetzt. Die bisher meistdiskutierte Folge war demnach der Wiesbaden-"Tatort: Im Schmerz geboren" mit 20.557 Tweets, der Stuttgarter "Tatort: Freigang" landete mit nur 2.870 Tweets auf den letzten Platz - Schuld daran hatte allerdings wohl ein Unwetter, das zeitgleich über Deutschland hinwegzog. Vor allem zum Finale der jeweiligen "Tatort"-Folgen wird besonders viel getwittert, so die Studienmacher: "Das Tatort-Ende fällt fast immer mit der höchsten Twitter-Intensität zusammen. Viele Nutzer ziehen in diesem Moment ihr Fazit zum Film." Ob die "Tatort"-Zuschauer aber twittern, weil ihnen ein Fall gefiel, oder aber, um ihrem Unmut Luft zu lassen, darüber gibt die Studie keine Auskunft. "Twitter ist das digitale Lagerfeuer, an dem Tatort-Fans Gleichgesinnte treffen, mit denen sie sich austauschen können", schreiben die Autoren lapidar zu den Beweggründen der Twitter-User.

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