The Finest Hours

Heldenmut auf hoher See

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„The Finest Hours“ bietet familienfreundliche Action aus dem Hause Disney. Der Film hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen.

Ein kleines Motorboot der Küstenwache trotzt einem tobenden Sturm, um zu einem havarierten Öltanker vorzudringen. Statt knallharter Action stehen in „The Finest Hours“ jedoch Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit im Vordergrund.

Ein pfeifender Sturm, haushohe Wellen und pechschwarzes Wasser: Am 18. Februar 1952 kämpfen vor der Küste Neuenglands in dieser unwirtlichen Umgebung gleich zwei Schiffsbesatzungen ums Überleben. Der Öltanker SS Pendleton wurde von der Wucht des Orkans auseinandergerissen, im Heck harren über 30 Besatzungsmitglieder aus. Da der Bug samt Brücke, Kapitän und Funkgerät bereits gesunken ist, hat der Ingenieur Raymond Sybert (Casey Affleck) die Führung der verängstigten Mannschaft übernommen - wenn auch etwas widerwillig. Jene Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft stellt das Disney-Drama „The Finest Hours“ (2016, nun fürs Heimkino erhältlich) in den Vordergrund.

Während die Männer bangen, schickt die amerikanische Küstenwache unter der Leitung des diensthabenden Offiziers Daniel Cluff (Eric Bana) ein kleines Motorboot auf eine riskante Rettungsmission. An Bord dieses Himmelfahrtskommandos befinden sich vier Mann, am Steuer steht der junge, frisch verlobte Bernie (Chris Pine).

„The Finest Hours“ erzählt vom alten Kampf Mensch gegen Natur. Willensstärke, Mut und Loyalität treffen auf Unberechenbarkeit und Urgewalt. Zugrundegelegt hat Regisseur Craig Gillespie („Fright Night“) seinem Actionthriller eine wahre Begebenheit, die als eine der waghalsigsten Aktionen in der Geschichte der amerikanischen Küstenwache gilt - nachzulesen im Buch von Michael J. Tougias und Casey Sherman, das den gleichen Titel trägt wie der Film.

Leider gelingt es Regisseur Gillespie letztlich nicht, aus seinen vielversprechenden Zutaten - hochkarätige Darsteller und wahre Schicksale - einen überzeugenden Thriller zu machen. Zu sehr hat man als Zuschauer das Gefühl, das alles schon mal gesehen zu haben - und zwar packender. Einen echten Herzschlagmoment erlebt „The Finest Hours“ erst ganz am Ende, als kurz vor dem Abspann Fotos des echten Bernies und seiner Crew gezeigt werden. Sie lassen erahnen, welches Potenzial in dieser Geschichte gesteckt hätte.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

tsch

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