Wechselhaftes Vergnügen

"Gut zu Vögeln": Fernsehschmonzette nicht Kinofilm

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Anja Knauer als Merlin und Max von Thun als Jacob in "Gut zu Vögeln".

München - Regisseurin Mira Thiel traut sich in „Gut zu Vögeln“ nicht so recht und folgt den ehernen Regeln der Fernsehschmonzette. Das merkt der Zuschauer auch.

Zwei Wochen vor der Hochzeit wird Merlin (Anja Knauer) von ihrem Verlobten (Kai Wiesinger) abserviert. Per SMS. Merlins älterer Bruder Simon (Max Giermann) quartiert das verzweifelte Schwesterchen in seiner Männer-WG ein, wo sie alsbald ausgerechnet mit Weiberheld Jacob (Max von Thun) im Bett landet. Der ist jedoch nicht an einer festen Bindung interessiert. Erst Merlins Schwangerschaft provoziert schließlich die Genre-übliche Läuterung und den Liebesmonolog des Helden.

Mira Thiel schielt nach Vorbildern wie „Hangover“ oder „Brautalarm“, traut sich bei „Gut zu Vögeln“ aber nicht genug. Zu selten gelingt es der Regisseurin, ihrem den ehernen Regeln der Fernsehschmonzette folgenden Film etwas Neues hinzuzufügen. Manche Szene zwischen Merlin und Jacob ist charmant und originell, zwischen Anja Knauer und Max von Thun stimmt die Chemie, und beiden gelingen anrührende Momente – wenn sie vorgefertigte Bahnen verlassen können. Leider glückt das nicht immer, und so wechseln sich gute, zwischen witzig und romantisch changierende Augenblicke wie das Näherkommen von Merlin und Jacob vor der Discotoilette, mit völlig daneben gegangenen Einfällen wie einer Entbindung auf der Tanzfläche ab.

„Gut zu Vögeln“

mit Anja Knauer, Max von Thun Regie: Mira Thiel Laufzeit: 92 Minuten

Annehmbar

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