Mit Winona Ryder

Potenzieller Hit: Neue Netflix-Serie „Stranger Things“ 

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Neuer Serienstoff aus dem Hause Netflix: „Stranger Things“ verbindet wohliges Nostalgiegefühl mit spannendem Grusel.

Eine Hommage an ein Jahrzehnt, verpackt in spannender Unterhaltung: Mit „Stranger Things“ bringt Netflix einen potenziellen Serienhit an den Start.

Jedes Jahrzehnt hat, zumindest aus der zeitlichen Distanz betrachtet, seine eigene Farbe und seinen eigenen Geruch. Die neue Netflix-Serie „Stranger Things“ spielt 1983, in der amerikanischen Provinz, und schon nach wenigen Minuten ist alles da, das diese Zeit auszumachen scheint: die BMX-Räder, die riesigen Walkie-Talkies, die knalligen, aber ausgewaschenen Farben, die synthetische Musik. Aus dieser beinahe klischeehaften 80er-Jahre-Welt verschwindet ein Junge, der kleine Will. Zurück bleibt eine Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs, von Winona Ryder toll wie seit Langem nicht mehr gespielt.

Wie einst die Jungs-Gang in „Stand by Me“ machen sich Wills Freunde, eine Gruppe nerdiger Außenseiter, auf die Suche nach ihm. Dabei stoßen sie auf ein seltsam verstörtes Mädchen mit kurz geschorenen Haaren, das übernatürliche Kräfte besitzt. Äußerst mysteriös mutet auch das Verschwinden von Will an, der, so scheint es, von einem seltsamen Wesen geholt wurde. Da blitzt für einen Moment noch so ein 80er-Streifen auf: Ausgerechnet in einem Schuppen steht Will dem mysteriösen Etwas gegenüber, so wie einst Elliott dem Schrumpelalien in „E.T.“. Was die geheimnisvollen grauen Regierungsmänner mit all dem zu tun haben, die in „Akte X“-Manier durch die Serie schleichen, bleibt das zentrale Suspense-Moment von „Stranger Things“.

Hommage an die 80er

„Stranger Things“ ist eine Mysterieserie, erzählt aber quasi nebenbei von erster Liebe und dem Wert der Freundschaft, von Außenseitern und pubertierenden Jungs. Wie J.J. Abrams' „Super 8“ vor wenigen Jahren, ist auch „Stranger Things“ eine Zitate-Schlacht, die an allen Ecken und Enden klaut, dabei aber immer nur das Beste mitgehen lässt. Ob die 80-er wirklich so waren, wie die Macher einem hier weismachen wollen, oder ob die Serie, wie so viele andere Filme, das Jahrzehnt lediglich verklärt? Egal.

Auch wenn eine Bande Schüler im Zentrum der Handlung steht: Es dürften wohl eher die älteren Jungs sein, die ihre Freude an „Stranger Things“ haben werden. Jene, die einst, in den 80-ern, zu jung waren für den Grusel von John Carpenter oder Stephen King, der durch die „Stranger Things“ weht.

tsch

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