Gestern auf dem Filmfest, demnächst im Ersten

Krimireihe mit Tim Seyfi als „Kommissar Pascha“

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Sie standen bei der „Kommissar Pascha“-Weltpremiere in München besonders im Fokus: Bestsellerautor Su Turhan (rechts) und Hauptdarsteller Tim Seyfi.

Umjubelte Weltpremiere für „Kommissar Pascha“, einer neuen ARD-Krimireihe, auf dem Münchner Filmfest: Der erste Fall des deutsch-türkischen Kommissars Zeki Demirbilek feierte am Donnerstag im Gloria-Filmpalast am Stachus seine Uraufführung.

In der Titelrolle Tim Seyfi (44) als Kommissar Pascha. Der will eigentlich gerade sein Privatleben in Ordnung bringen, als am Isarufer eine Leiche angetrieben wird: ein Türke, mit einer Nachricht versehen ... Also stellt Zeki seine Türkei-Reisepläne zurück und kümmert sich mit seinem neu gebildeten deutsch-bayerischen Team um die Aufklärung des Falles, die ihn zu einem türkischen Döner-Unternehmer und dessen undurchsichtiger Tochter Gül (Pinar Erincin) führen. Doch Kommissar Pascha ist fast genau so rätselhaft, wie sich seine treue Mitarbeiterin Isabel Vierkant (Theresa Hanich), die junge wilde Berlinerin Jale Cengiz (Almila Bagriacik, NSU-Dreiteiler) und der vierschrötige Pius (Michael A. Grimm) jemals zum Sonderdezernat Migra zusammenraufen sollen ... - Nach dem erfolgreichen Roman von Su Turhan verfilmte Sascha Bigler „Kommissar Pascha“ für die AndreasBareiss Produktion der TV60 Film im Auftrag der ARD Degeto in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk für Das Erste. BR-Redaktionsleiterin Stephanie Heckner kündigte nach der Premiere an, dass eine weitere Kommissar Pascha-Verfilmung noch für dieses Jahr geplant sei. Die Ausstrahlung der ersten beiden Fälle könne dann 2017 erfolgen. Für Hauptdarsteller Tim Seyfi und „Pascha“-Autor Su Turhan ist das die Erfüllung eines Traums. „Besser und mit mehr Tiefe und trotzdem großer Leichtigkeit als Tim kann man meinen Kommissar Pascha nicht spielen“, sagt Su Turhan, der in München Giesing lebt. Und Tim Seyfi, der aus München Aubing kommt, konnte sich „nicht vorstellen, dass jemand anders außer mir diese Rolle spielen könnte. Ich bin zu Su gegangen und hab gefragt: Das hast Du doch für mich geschrieben, oder?“ Das Ergebnis gibt beiden recht und etabliert einen transkulturellen neuen Ermittler, von dem man erst nach Sehen des ersten Films weiß, dass man ihn in seiner münchnerisch-türkischen Schlitzohrigkeit eigentlich schon immer vermisst hat. Regisseur Sascha Bigler, der auch fürs Drehbuch verantwortlich zeichnet, brütet unterdessen in Los Angeles schon am nächsten Pascha-Abenteuer „Bierleichen“.

tsch

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