Highway to Hellas

Feierabendhumor mit Esel-Banker

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Die Komödie "Highway to Hellas" von Aron Lehmann ist lahm und äußerst klischeehaft erzählt.

Die Komödie "Highway to Hellas" von Aron Lehmann kann sich nicht von den einschläfernden Klischees lösen, die sie möglicherweise unterwandern wollte.

Frisst eine Ziege, die frech durch das offenstehende Fenster des Büros eines griechischen Bürgermeisters lugt, irgendwelche Papiere, die in der Nähe herumliegen. "Kein Problem. Das war nur die Steuererklärung von meinem Cousin." Wer sich bei derartigem Humor - in Zeiten von wieder erstarkenden Vorurteilen gegen Ausländer und Grexit-Diskussionen - noch vor Lachen auf die Schenkel haut, dem sei die Komödie "Highway to Hellas" (2015) von Aron Lehmann wärmstens empfohlen. Christoph Maria Herbst und Adam Bousdoukos versuchen tapfer gegen den biederen Humor anzuspielen. Doch gegen die klischeebeladenen Figuren, die Lehmann aus der gleichnamigen Romanvorlage geschneidert hat, kommt das motivierte Ensemble kaum an. Im Kino gab's deshalb zu Recht kaum Beachtung, nun erfolgt die Auswertung auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

Minisupermarkt-Besitzer Panos (Bousdoukos) wird von Bürgermeister Spyros (Akillas Karazisis) darauf angesetzt, den weißen Kredithai Jörg Geissner (Herbst) noch eine Weile hinzuhalten. Der ist gekommen, um die Sicherheiten der fiktiven Insel Paladiki zu überprüfen.

So inspiziert Geissner zunächst den einsamen Strand, an dem noch keine Touristenburgen stehen - was aber das heimliche Ziel der Bank ist, die sich die idyllische Insel einverleiben möchte. Geissners häufige Telefonate mit seiner hartherzigen Vorgesetzten daheim gehören übrigens zu den gähnend langweiligsten Szenen des ohnehin recht öden Films.

Zur Fortbewegung auf der Insel leiht Panos ihm einen sturen Esel - damit er auch sicher nicht zu seinen Zielen kommt. Dieser flache, unoriginelle Humor ist wirklich zum Fremdschämen. Als Zuschauer ertappt man sich bei dem Gedanken: Hoffentlich bekommen unsere griechischen Freunde diesen Schmarrn niemals zu Gesicht.

Wie dem auch sei: Am Traumstrand trifft Geissner schon bald auf eine attraktive griechische Witwe, die dem einsamen und arbeitsbesessenen Deutschen den Kopf verdreht. Bei der Besichtigung der Krankenstation kommen sie sich schließlich entscheidend näher.

Die brennenden Fragen, die bald im Raum stehen, lauten: Wird Geissner, dem die Lebensart der Griechen ganz allmählich zu gefallen beginnt, den Plan der Bank auffliegen lassen? Wird Troubadour Panos, der mit einer schönen Griechin einen gemeinsamen Sohn hat, sich endlich seiner Verantwortung stellen? Und: Wann ist der Film endlich zu Ende?

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