Das Jenke-Experiment

Drogenexperiment macht die RTL-Quote high

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In der Auftaktfolge der neuen Staffel griff Jenke von Wilmsdorff zu Drogen.

Ecstasy, Speed, LSD, K.o.-Tropfen, Ritalin. Man sollte meinen, dass Sendermitarbeiter mit solchem Konsumverhalten mit der Kündigung rechnen müssen. Bei Jenke von Wilmsdorff liegt die Sache anders. Der RTL-Reporter ist gewissermaßen das mutigste Versuchskaninchen des deutschen Fernsehens.

Was stellt exzessiver Drogenmissbrauch mit einem Menschen an? Der 50-Jährige wollte es genau wissen und nahm diverse psychoaktive Substanzen vor laufender Kamera ein - mit überragendem Publikumserfolg. 3,88 Millionen Zuschauer (Marktanteil 14,2 Prozent) verfolgten am Montagabend bei RTL, wie von Wilsmdorff unter ärztlicher Aufsicht die Wirkung sogenannter „Gesellschaftsdrogen“ am eigenen Leib erforschte. Der Staffelaufktakt der Doku-Reihe „Das Jenke-Experiment“ war nach dem ZDF-Krimi „Lena Fauch - Du sollst nicht töten“ (4,83 Millionen Zuschauer) und Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ (4,5 Millionen Zuschauer) die dritterfolgreichste Primetimesendung am Montag - und deutlich reichweitenstärker als etwa der „Lebensmittel-Check mit Tim Mälzer“ im Ersten (2,98 Millionen Zuschauer). „Die Herausforderung lag darin, wieder vier Themen zu finden, von denen wir denken, dass sie gesellschaftlich relevant sind“, ahnte von Wilmsdorff im Gespräch mit der Agentur teleschau den Quotenerfolg voraus: „Was gesellschaftlich relevant ist, kracht eigentlich immer.“ Ziel der Reihe sei es, „durch Selbstversuche eine Brücke zu einem bestimmten Thema zu bauen“. Im Fall von Rauschmittelkonsum sei dies mehr als angebracht. Von Wilmsdorff: „Studenten, Richter, Politiker, Ärzte. In jeder gesellschaftlichen Schicht werden Drogen genommen. Die Zahl der Drogenkonsumenten ist massiv gestiegen; es ist also ein Thema, mit dem man sich beschäftigen muss.“ In Folge zwei in einer Woche (Montag, 12. September, 21.15 Uhr) steht mit dem Thema Demenz die Alterskrankheit Nummer eins im Mittelpunkt.

tsch

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