Auf DVD und Blu-ray: Dirty Grandpa

Derbe Sprüche und Sex-Not

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Beim Spring Break lockt Dick (Robert De Niro, rechts) etwas Lockerheit aus seinem Spießer-Enkel Jason (Zac Efron, Mitte) hervor.

Den Anarcho-Opa kann man mögen, muss man aber nicht: Robert De Niro und Zac Efron wagen sich in „Dirty Grandpa“ auf einen Männertrip, der den guten Geschmack auf eine harte Probe stellt.

„Oh, eine Komödie mit Robert De Niro? Die muss ich sehen!“ Wer so denkt, sei dringend vorgewarnt: „Dirty Grandpa“ (2015) ist eine Ansammlung aus Obszönitäten. Dabei hätte die Konstellation eigentlich eine feine Ausgangssituation für einen gutgelaunten Generationen-Road-Trip werden können. Thema: Anarcho-Opa will seinen spießigen Enkel vor dem größten Fehler seines Lebens bewahren. Aber die Handlung ist in dem Streifen, der nun auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand erscheint, nur nötiges Beiwerk, um die Aneinanderreihung von derben Sprüchen überhaupt als Film durchgehen zu lassen. Über eine Million Kinozuschauer sahen das.

Das Grundgerüst ist schnell erzählt: Um sich die berufliche Zukunft in der Kanzlei ihres Vaters zu sichern, will der wohlerzogene Jason (Zac Efron) die kontrollsüchtige Meredith (Julianne Hough) heiraten. Doch zuvor plant sein Opa Dick (Robert De Niro), der gerade seine Frau beerdigt hat, nochmal ein Männerwochenende mit seinem entfremdeten Enkel - und zwar beim Spring Break in Daytona Beach.

Völlig vorhersehbar, völlig belanglos und völlig konstruiert lavieren sich Robert De Niro und Zac Efron in „Dirty Grandpa“ von einer Peinlichkeit zur anderen. Dabei war es den Machern wohl ein sehr großes Anliegen, so viele Ausdrücke wie möglich für die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane unterzubringen. War es eine verlorene Wette? Man weiß es nicht. Nebenbei wird noch bei „Hangover“ geklaut, damit wenigstens ein paar Gags sicher für Lacher sorgen.

Die Synchronisation hilft zudem nicht gerade, die Dialoge witziger zu gestalten. Im Original könnten manche Textpassagen, von De Niro mit einem gewissen Charme vorgetragen, vielleicht noch ganz lustig anmuten. Doch die Übersetzung zündet einfach nicht. Die ausgiebigen Spring-Break- und Techno-Sauf-Party-Szenen drosseln das Tempo der Komödie zusätzlich, und es breitet sich immer mehr das Gefühl aus, man müsse live dabei sein, um mitlachen zu können.

tsch

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