Sky darf nicht mehr alle Spiele der Fußball-Bundesliga zeigen

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Zwischen 30 und 102 Spiele der Fußballbundesliga müssen zukünftig bei anderen Anbietern übertragen werden, entschieden die Wettbewerbshüter.

Der Pay-TV-Anbieter Sky darf in Zukunft nicht mehr alle Spiele der Fußball-Bundesliga übertragen.

Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Die Wettbewerbshüter urteilten, dass die Rechte für die Saison 2017/18 über ein Bieterverfahren vergeben werden müssen. Dabei soll es nicht möglich sein, dass ein einziger Bieter alle Spielrechte für die Live-Übertragungen einkauft. "Zwischen 30 und 102 attraktive Bundesligaspiele (von insgesamt 306 Spielen)", so das Bundeskartellamt, sollen zukünftig "zusammen mit umfassenden Möglichkeiten zur Highlight-Berichterstattung von einem alternativen Bieter erworben werden". So soll eine Monopolstellung von einzelnen Anbietern - wie sie bislang Sky innehat - verhindert werden: "So lange nur ein Inhaber der Live-Rechte am Markt ist, birgt dies die Gefahr, dass der Innovationswettbewerb - insbesondere der von internetbasierten Angeboten - beschränkt wird", erläutert Kartellamtspräsident Andreas Mundt die Entscheidung seiner Behörde. Wo in Zukunft ein Teil der Bundesligaspiele gezeigt wird, ist noch offen. ARD-Programmdirektor Volker Herres erwartet allerdings einen erbitterten Bieterwettstreit um die Übertragungsrechte: "Bundesliga-Rechte sind eine ausgesprochen interessante Ware. Deshalb gehen wir davon aus, dass es einen erheblichen Wettbewerb geben wird". Ob sich sein Sender um die Rechte bemühen wird, ließ er offen.

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