Schocker-Fortsetzung fürs Heimkino

Ein Grusel-Feuerwerk: „Conjuring 2“

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Auch der Nachfolger des Horror-Erfolgs „Conjuring“ basiert auf wahren Ereignissen der 70er-Jahre.

Die Fortsetzung des Grusel-Schockers „Conjuring - Die Heimsuchung“ macht keine Gefangenen.

Die gähnende Masse öder Horror-Produktionen ist erdrückend, glänzende Perlen sind im Haufen der Beliebigkeiten hingegen rar gesät. Eine dieser seltenen Ausnahmen erblickte das geneigte Publikum 2013 in James Wans Dämonen-Erfolg „Conjuring - Die Heimsuchung“. Basierend auf wahren Ereignissen widmete sich der klassisch konzipierte Schocker im Retro-Stil einem renommierten Geisterjäger-Paar, das in den 70er-Jahren tatsächlich Spukhäuser von Dämonen zu befreien suchte. In „Conjuring 2“ (2016, erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand) stützt sich Horror-Meister Wan erneut auf Geschehnisse, die tatsächlich stattfanden.

Zugegeben, es gibt bereits etliche Poltergeist-Filme, und auch „Conjuring 2“ ist im Grunde nichts anderes: Das historisch reale Geisterjäger-Ehepaar Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) stolpert über den berühmten Enfield-Horror, der sie vor ihre bislang größte Aufgabe stellt. In dem Londoner Stadtteil terrorisiert ein Geist die Familie Hodgson, ergreift immer wieder Besitz von der jüngsten Tochter Janet (Madison Wolfe).

Die alleinerziehende Mutter Peggy (Frances O'Connor) und ihre vier Kinder werden Tag und Nacht heimgesucht. Das Problem: Die Kirche und vor allem die Wissenschaftlerin Anita Gregory (Franka Potente) glauben, die Kinder würden einen Streich spielen und verweigern die Hilfe.

Regisseur James Wan inszeniert diesen Horror-Schocker in einem außergewöhnlichen Stil: Oft fliegt die Kamera frei durch das Haus, Schnitte werden gekonnt versteckt, Wände oder Fenster ignoriert. Es fühlt sich fast an, als wäre man selbst ein Geist, der im Haus der Hodgsons herumfliegt.

Während man „Insidious“ noch vorwerfen konnte, mit seinen Fantasy-Anleihen den Horror geschwächt zu haben, bleibt „Conjuring 2“ die meiste Zeit bodenständig und ungekünstelt. Ein wahres Grusel-Feuerwerk zündet der Film natürlich dennoch. Oft genug will die Hand vor die Augen schnellen. James Wan zelebriert intensivsten Horror, während er mit den Genrekonventionen spielt.

Technisch interessant wird's bei der Blu-ray-Fassung: Hier liegen beide Tonspuren in Dolby Atmos vor - es wird also auch von oben Atmosphäre erzeugt. Obwohl bei der Umsetzung noch Potenzial ungenutzt blieb, wirkt das Verrücken der Möbel im Zimmer über dem Geschehen großartig. Spannend sind auch die Extras, in denen unter anderem die tatsächlichen Beteiligten von Enfield zu Wort kommen.

tsch

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